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BILDER DES ZEUGEN SCHATTMANN, DIE (1972)

Ein Fernsehfilm in vier Teilen nach Motiven des Romans von Peter Edel

Szenarium: Rudolf Böhm
Mitarbeit: Peter Edel
Dramaturgie: Rudolf Hoffmann
Szenenbild: Christoph Schneider
Musik: Helmut Nier
Kamera: Günter Eisinger
Drehbuch und Regie: Kurt Jung-Alsen

Personen und ihre Darsteller:

Frank Schattmann (Gunter Schoß), Esther Schattmann (Renate Blume), Sanitätsrat Bernhard Marcus (Martin Flörchinger), Fritz Marcus (Alfred Struwe), Martha Klein (Friedel Nowack), Berta Grün (Betty Loewen), Jakob Dankowitz (Walter Jupé), Arnold Gerson (Helmut Straßburger), Renate Wittenberger (Ruth Glöss), Julius Flatau (Friedrich Richter), Dr. Sonnenschein (Harry Merkel), Elias Leiser Lernmann (Peter Sturm), Grete Schattmann (Helga Göring), Dr. Erich Schattmann (Horst Schulze), Andrea Wohlfahrt (Annekathrin Bürger), Helmut Wall (Wolfgang Dehler), Leon Schapiro (Gerhard Bienert), Schipust (Hans Hardt-Hardtloff), Reporter (Horst Schön), Bolkowski (Stanislaw Niwinski), Harry (Dietmar Obst), Martin Verbenik (Willi Schrade), Koberschulte (Alfred Müller), Wohlfahrt (Christoph Engel), Frau Müller (Marga Legal), Alois Brunner (Mario Turra), Dr. Fucht (Arthur Jopp), Werner (Jürgen Zartmann), Radeusz (Mieczyslaw Stoor), Berghof-Wirt (Fred Mahr), Zanksieber (Hans-Joachim Hanisch), Fjodor Karpin (August Kowalczyk), Wladimir Bolkowski (Stanislaw Zaczyk), Goldenthal (Hans Krebs), Eitich (Hans Klering), Flataus Nachbarin (Charlotte Küter), Merzen (Hans Flössel), zwei Gestapomänner (Erich Brauer/Manfred Otto), SS-Mann und Polizist (Heinz Laggies), SS-Mann (Günter Schwarz), dicker Mann (Hans-Dieter Brückner), zwei Frauen (Marianne Behrens/Sina Fiedler), Zivilist (Rupert Ritzi), Polizeioffizier (Udo Krams), SS-Männer (Gerhard Lau/Peter Köhncke/Albert Zahn/Karl-Heinz Weiß/Horst Giese), Gefangener (Rainer Büttner), Serviererin (Wera Paintner), Oberschwester (Dorothea Volk), SS-Offizier (Ralph J. Boettner), Polizist (Horst Quednow), Meinhardt (manfred Borges), Polizist (Wilhelm Gröhl), Mann (Willi Neuenhahn), Luftschutzwart (Heinz Scholz), Mutter von Wölfchen (Angela Brunner), älterer Mann (Joachim Pape), Frau (Erika Stiska), Blockwart (Kurt Jung-Alsen), SS-Pförtner (Karl Sturm), Fahrer von Koberschulte (Horst Manz), Oberstabsarzt (Gerd-Michael Henneberg), Hauptfeldwebel (Steffen Klaus), Vollbeck (Alfred Rücker), Oberscharführer (Franz Viehmann), Kapo (Zygmunt-Jan Mierzwiak), Stationsschwester (Erika Müller-Fürstenau), Gestapomann (Helmut Müller-Lankow), Polizist (Alexander Wikarski), Mann (Ernst Steiner), Frau (Anita Herbst), SS-Scharführer (Gerhard Rachold), Rita (Renate Goerdes), Mr. Sticker (Fritz Links), vier Berichterstatter (John Peet/Alan Virrman/Walter Ruge/Cox Habemma), Gerichtspräsident (Werner Wieland), SS-Sturmführer (Peter Aust), SS-Unterscharführer (Dirk Jungnickel), ältere Frau (Steffiei Spira), Beamter (Jochen Diestelmann), Arbeiter (Hannes Stelzer), Staatsanwalt (Erik S. Klein), Protollantin (Gerda-Luise Thiele), Scharführer (Hinrich Köhn), SS-Arzt (Karl-Heinz Klinic), Chef (Wolfgang Greese), Sanitäter (Fred Alexander), älterer Mann (Heinz Hinze), ältere Frau (Annelies Thomas), fünf Juden (Günther Polensen/Reinhold Polensen/Gerd Funk/Hildegard Friese/Trude Brentina), Recha Fain (Brigitte Beier), Kinder: junger Frank (Mathias Burghard), junger Martin (Michael Schiffner), junge Esther (Constanze Scharfenberg), Wölfchen (Mathias Stein).

Sendedaten:

siehe bei den Informationen zu den einzelnen Teilen des Films

Inhalt:

Im Jahre 1964 – Frank Schattmann (Gunter Schoß) steht vor einer großen Herausforderung: er soll vor dem Obersten Gericht der DDR in der Verhandlung gegen Hans Globke aussagen. Globke war während der Zeit des Nationalsozialismus aufs engste mit der Umsetzung der gegen die Juden gerichteten Nürnberger Gesetze befasst. In der BRD war er bis in die sechziger Jahre hinein als Staatssekretär tätig. In Vorbereitung seiner Aussage gegen diese Menschen verachtete Person überdenkt Frank Schattmann noch einmal seine schlimmen Erlebnisse in der Nazizeit und findet dabei, nach einer Zeit von fast 20 Jahren, zu sich selbst.
In einer ersten Rückblende führt der Film in das Jahr 1943 zurück. Es ist schon Tradition, dass sich die Familie Schattmann und ihre Freunde freitags treffen. An einem dieser Freitage muss sich nun Bernhard Marcus (Martin Flörchinger) von den anderen verabschieden, weil seine Deportation unmittelbar bevor steht. Frank und Esther Schattmann (Renate Blume) entschließen sich in Anbetracht der aktuellen Situation, sich dem aktiven Widerstand gegen die Nazis anzuschließen. So sabotieren sie die Abläufe in einem Rüstungsbetrieb und verteilen Flugblätter, die gegen den Krieg und das „Dritte Reich“ gerichtet sind. Im Radio informieren sie sich bei den „Feindsendern“, wie es um das Vorankommen der alliierten Truppen bestellt ist. Die Deportationen aber gehen weiter. Von den Schattmanns trifft es nun auch Erich (Horst Schulze). Seine Frau Grete (Helga Göring) kann diesen Verlust nicht verwinden und verstirbt. Schließlich ist auch Esther unauffindbar, und noch bevor Frank die Flucht ergreifen kann, wird er verhaftet und ins KZ Auschwitz verbracht. In diesem Lager begegnet er auch seiner Esther das letzte Mal. Franks Mitgefangene bestärken ihn, seinen Wunsch zu malen in die Tat umzusetzen; es gelingt ihnen sogar, die Bilder aus dem Lager herauszuschmuggeln.
Frank Schattmann hat Auschwitz überstanden. Nach Ende des verheerenden Krieges und der Niederschlagung der faschistischen Herrschaft versucht er, seine Freunde wieder zu finden. Doch die bittere Wahrheit ist, dass nur wenige überlebt haben. Jacob Dankowitz (Walter Jupé) ist einer der noch Lebenden. Er wohnt inzwischen in London und versucht, die schlimme Vergangenheit zu verarbeiten. Dazu begibt er sich nach München, wo er auf einen der Gestapo-Leute trifft, die ihn gefoltert hatten. Dieser Mensch ist inzwischen wieder in Amt und Würden.
Bevor Frank Schattmann vor dem Obersten Gericht seine Aussage gegen Globke machen will, begibt er sich mit seiner Freundin Andrea (Annekathrin Bürger) noch einmal nach Ausschwitz, wo er mit seiner Vergangenheit erneut konfrontiert wird.

- Episodenführer -

Teil 1: „Der Freitagabend“
Sendedaten: 23.05.1972 I. PR. Erstausstrahlung; 24.05.1972 I. PR. WDHL; 07.07.1975 II. PR. WDHL; 08.01.1979 I. PR. WDHL; 09.11.1982 I. PR. WDHL; 10.10.1988 II. PR. WDHL.
Szenen:
(1) Im Jahre 1943 trifft sich die Familie Schattmann immer freitags mit ihren Freunden. An einem dieser Freitage ergreift der fromme ostjüdische Schreiner Lernman (Peter Sturm) das Wort und bekundet, dass ihm in Anbetracht des Kriegs und der Repressalien gegen alle Juden Zweifel am Glauben an die Gerechtigkeit seines Gottes kommen. Und Martha Klein (Friedel Nowack), die Schwester des Sanitätsrats Marcus (Martin Flörchinger), stellt entschlossen fest, dass sie genau weiß, was sie tun wird, wenn ihre Stunde gekommen ist.
(2) Sanitätsrat Marcus selbst sieht sich am Ende seines 70jährigen Lebens als Gescheiterten, dies zusammen mit seiner ganzen Schicht. Seine Hoffnung setzt er auf die Jugend, auf Frank und Esther Schattmann (Gunter Schoß/Renate Blume), und er wünscht ihnen von Herzen, dass sie diese schlimme Zeit unbeschadet überstehen werden.
(3) Auf offener Straße passiert es, dass Jakob Dankoweit (Walter Jupé) anfängt, im Fieberwahn wirr zu sprechen; damit schwört er für sich selbst als auch für Esther und Frank eine große Gefahr herauf. In seiner Not erhebt Frank die Hand gegen Jakob, der seinerseits ob seiner Sinnesverwirrung Frank für einen Nazi hält und das laut ausspricht.


Teil 2: „Der Entschluss“
Sendedaten: 25.05.1972 I. PR. Erstausstrahlung; 26.05.1972 I. PR. WDHL; 09.07.1975 II. PR. WDHL; 11.01.1979 I. PR. WDHL; 10.11.1982 I. PR. WDHL; 12.10.1988 II. PR. WDHL.
Szenen:
(1) In Anbetracht der schlimmen Situation, in der sich Esther und Frank Schattmann, ihre Familie und ihre Freunde befinden, fassen sie den Entschluss, nicht länger abzuwarten, sondern sich dem Widerstand gegen das Hitler - Regime anzuschließen. Im Vorfeld dessen muss Helmut Wall (Wolfgang Dehler) Franks Zuverlässigkeit prüfen; inwieweit wird sich der Bürgersohn in der illegalen Arbeit, hier speziell bei der Sabotage der Rüstungsproduktion, bewähren?
(2) Frank und Esther treffen in diesen unruhigen und bedrohlichen Zeiten auch auf Leute, die sich zu anderen, auch zu Juden, noch wie Menschen verhalten. Eine davon ist Frau Müller (Marga Legal), Inhaberin eines kleinen Milchladens, die Frank und Esther Hilfe und Verständnis entgegenbringt.
(3) Trotz aller Tätigkeit im Widerstand gehen die Deportationen weiter. Aus dem Bekanntenkreis von Frank Schattmann trifft es nun unter anderem Leon Schapiro (Gerhard Bienert) und Arnold Gerson (Helmut Straßburger), die verhaftet und ins KZ verbracht werden. Schließlich ist auch Esther nicht mehr auffindbar, und bevor Frank die Flucht ergreifen kann, wird er auch in Gewahrsam genommen und ins KZ Auschwitz eingewiesen. Zum letzten Mal sieht er hier auch Esther wieder. Seine Mithäftlinge bestärken Frank, seinem Wunsch zu malen nachzugehen, und es gelingt, Franks Bilder aus Dem Kz heraus zu schmuggeln.

Teil 3: „Die Wiederkehr“
Sendedaten: 28.05.1972 I. PR. Erstausstrahlung; 29.05.1972 I. PR. WDHL; 11.07.1975 II. PR. WDHL; 15.01.1979 II. PR. WDHL; 11.11.1982 I. PR. WDHL; 14.10.1988 II. PR. WDHL.
Szenen:
(1) Im KZ Theresienstadt – die Lebensumstände für die Häftlinge sind unerträglich und menschenunwürdig. Besonders die jüdischen Bürger, die hier inhaftiert sind, müssen täglich mit ihrem Tod rechnen. Unter ihnen befinden sich auch Sanitätsrat Marcus und Jakob Dankowitz. Als Marcus die Bewacher auf seine Verdienste im Ersten Weltkrieg anspricht, erntet er nur Hohn und Spott.
(2) Frank Schattmann hat die Grauen seines KZ-Aufenthalts überlebt. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, und er versucht – oftmals vergeblich - , seine Freunde von früher wieder zu finden. Nur Helmut (Wolfgang Dehler) hat wie Frank die Nazizeit überlebt. Zudem erfährt Frank, dass auch Martin Verbenik (Willi Schrade), ein Freund aus der Grundschule , am Leben ist. Aber dieser war den Naziparolen verfallen und wollte in den Jahren der Hitlerherrschaft nichts mehr mit Frank zu tun haben.
(3) Um seine Vergangenheit aufzuarbeiten, fährt Frank nach München. Dort muss er erfahren, dass gewissenlose Menschen aus den verschiedenen Ebenen der faschistischen Hierarchie wieder in Amt und Würden sind zum Beispiel als Staatsbeamte. So richtet sich der Fokus auf einen gut gelaunten Mann namens Ludwig Koberschulte (Alfred Müller), der in einem Münchner Lokal im Jahre 1962 seine Pensionierung genießt, nach dem er aus den Diensten des Staates ausgeschieden ist. Keiner, dem der freundliche Herr zu prostet, kann erahnen, auf welche finstere Vergangenheit sein jetziges Leben aufgebaut ist.

Teil 4: „Die Vorladung“
Sendedaten: 30.05.1972 I. PR. Erstausstrahlung; 31.05.1972 I. PR. WDHL; 12.07.1975 II. PR. WDHL; 18.01.1979 I. PR. WDHL; 12.11.1982 I. PR. WDHL; 16.10.1988 II. PR. WDHL.
Szenen:
(1) Frank Schattmann hat die Hölle von Auschwitz überlebt. Aber er ist von dort ohne seine Frau Esther zurückgekehrt. Um wieder in ein normales Leben zurückzufinden, bedurfte es vieler neuer und guter Erfahrungen, aber auch schmerzlicher Erkenntnisse. Und es war vor allem die Lehrerin Andrea (Annekathrin Bürger), die ihm Kraft gab. Sie nahm die durchlittenen Erfahrungen und seine gemalten Bilder in sich auf und machte sie zu ihren eigenen, sie begegnete Frank mit einer stillen Beharrlichkeit, wie er sie von Esther kannte, und sie ging mit ihm zusammen neue Wege.
(2) Bevor Frank vor dem Obersten Gericht seine Aussage zur Person Globke macht, wagt er den Schritt zurück in die Vergangenheit: zusammen mit Andrea fährt er nach Auschwitz. Die Bedeutung seiner Zeugenschaft in dem bevorstehenden Strafverfahren gegen einen der ideologischen Köpfe der Nazidiktatur hat ihm die Kraft dazu gegeben.

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