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CYANKALI (INSZENIERUNG 70ER JAHRE) (1977)

Fernsehinszenierung eines Stücks von Friedrich Wolf

Autor: Friedrich Wolf
Dramaturgie: Jürgen Leskien
Szenenbild: Siegfried Bach
Kostüme: Ingeborg Hanke
Kamera: Adam Pöpperl
Regie: Jurij Kramer

Personen und ihre Darsteller:

Mutter Fent (Ursula Braun), Hete (Renate Krößner), Paul (Hermann Beyer), Prosnik (Horst Hiemer), Kuckuck (Rolf Römer), Max (Jörg Panknin), Frau Klee (Annekathrin Bürger), Dr. Möller (Heinz Behrens), Madame Heye (Marianne Wünscher), Kriminalkommissar (Berthold Schulze), Dame (Birgit Frohriep) und Günter Maaß.

Sendedaten:

15.11.1977 I. PR. Erstausstrahlung; 16.11.1977 I. PR. WDHL; 20.12.1978 I. PR WDHL; 12.11.1979 I. PR. WDHL; 23.02.1981 II. PR. WDHL.

Inhalt:

Das Mädchen Hete (Renate Krößner) liebt ihren Paul (Hermann Beyer) von ganzem Herzen. Obwohl man die Zeit der Wirtschaftskrise um 1929/1930 schreibt, geht es ihnen noch ganz gut, Hete geht in ein Büro zum Putzen, und Paul ist als Heizer angestellt. Obwohl sie wenig Zeit miteinander verbringen können, wird Hete doch schwanger. Paul verspricht, sie mit allen Kräften zu unterstützen, doch Hete erkennt die Ausweglosigkeit der Situation und sucht zwangsläufig nach Wegen, um das Kind abzutreiben. Ihre Situation spitzt ich zu, als zuerst Paul und dann auch Hete arbeitslos werden, und beide geraten noch stärker unter Druck: als Mutter Fent (Ursula Braun) von der Schwangerschaft erfährt, ist sie außer sich und verweist Hete des Hauses.Um eine Lösung dieses Problems zu erreichen, begibt sich Hete zum Arzt. Vor ihr wird eine wohlhabende Dame vom Doktor (Heinz Behrens) empfangen; sie bekommt das Gutachten, das für eine Abtreibung notwendig ist. Hete wird dies verweigert, sie wirft dem Arzt vor, dass er sie in die Arme von Leuten treibe, die illegal Kinder abtreiben. Dieser lässt sich aber nicht erweichen und schickt Hete mit ein paar Hoffmannstropfen nach Hause.Hete fordert nun Paul auf, bei ihr die Abtreibung durchzuführen, nachdem er dem zwielichtigen Prosnik (Horst Hiemer) das Abtreibungsinstrument entwendet hatte. Doch Paul unterbricht diesen Versuch, weil er ihr nicht weh tun will. So wendet sich Hete an Madame Heye (Marianne Wünscher), eine professionelle, aber illegale Abtreiberin, bei ihr den Abbruch zu vollziehen. Als selbige sieht, dass mit der Abtreibung schon begonnen wurde, scheut sie das Risiko und schickt die verzweifelte Hete mit Cyankalitropfen weg. So muss Hete zwangsläufig zu ihrer Mutter zurückkehren, weil Paul inzwischen verhaftet worden war. Die Mutter pflegt Hete und verabreicht ihr auch die Cyankalitropfen. Doch Hete selbst hatte die vorgeschrieben Dosis überschritten. So werden zwar die erwünschten Krämpfe ausgelöst, aber Hete geht es zunehmend schlechter. Der eiligst herbeigerufene Arzt informiert - nach Erkenntnis der Sachlage - die Polizei. Hetes Mutter wird verhaftet und abgeführt, obwohl ihre Tochter ganz offensichtlich im Sterben liegt.

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