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BAHNWäRTER THIEL (1982)

Filmerzählung des DDR-Fernsehens nach Novelle von G. Hauptmann

Szenarium: Klaus Jörn/Hans-Joachim Kasprzik
Dramaturgie: Bernd Schirmer
Szenenbild: Gerhard Helwig
Kostüme: Hans Linke/Ruth Kiecker
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Horst Hardt
Regie: Hans-Joachim Kasprzik

Personen und ihre Darsteller:

Bahnwärter Thiel (Martin Trettau), seine Frau Lene (Walfriede Schmitt), seine erste Frau Minna (Blanche Kommerell), Pfarrer (Rolf Hoppe), Zugführer (Willi Schrade), Bahnwärter (Walter Lendrich), junge Frau (Gianina Gilge), Kinder: Tobias 4 Jahre (Andreas Köhler), Andreas/Tobias, 1 Jahr (Fabian Wetter), Tobias, 2 Jahre (Manuel Berndt); Herr mit Monokel (Joachim Pape), zwei Bahnbeamte (Roland Kuchenbuch/Roman-Eckard Galonska), zwei Arbeiter (Willi Neuenhahn/Michael Dejak), Zugpersonal (Andreas Albert), zwei Nachbarn (Horst Papke/Werner Pfeifer), Arzt in Irrenanstalt (Gerd Staiger). Erzähler: Walter Niklaus.

Sendedaten:

21.11.1982 I. PR. Erstausstrahlung; 22.11.1982 I. PR. WDHL; 12.11.1984 II. PR. WDHL; 14.11.1987 II. PR. WDHL.

Inhalt:

Der Fernsehfilm auf der Grundlage der Novelle von Gerhart Hauptmann führte in die Zeit zu Ende des 19. Jahrhunderts und schilderte das tragische Schicksal des Bahnwärters Thiel.Thiel (Martin Trettau) hatte in seinem halben Arbeitsleben den Dienst als Bahnwärter auf einem einsamen Posten inmitten von Wäldern verrichtet. Er arbeitete korrekt wie ein Uhrwerk, bediente gewissenhaft die Schranken und kontrollierte die Gleise. Seinen Alltag machen tage von dumpfer Pflichterfüllung und Monotonie aus. Privat war Thiel an einem schönen Sonntagnachmittag die Ehe mit Minna (Blanche Kommerell) eingegangen. Sie gebar ihm einen Sohn, verstarb aber dann noch jung an Jahren. In Sorge um das Wohl des Sohnes heiratete Thiel ein zweites Mal, doch die zweite Frau Lene (Walfriede Schmitt) war herrsch- und zanksüchtig und von einer derben Leidenschaftlichkeit. Nach Verlauf eines Jahres brachte auch sie einen Sohn zur Welt; gegenüber ihrem Stiefsohn zeigte sie danach eine spürbare Abneigung. Lene ist Thiel in vielerlei Hinsicht überlegen. Mehr und mehr wird er ihr hörig, vereinsamt dabei aber innerlich immer mehr. Und als Lene in seine Enklave, das Bahnwärterhäuschen, eindringt, ist das Unheil vorprogrammiert.

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