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AUS DEM TAGEBUCH EINES MINDERJÄHRIGEN (EPISODENFÜHRER) (1965)

Fernsehfilm in sieben Teilen von Kurt David nach seinem Buch “Freitags wird gebadet”

Dramaturgie: Manfred Dorschan
Szenenbild: Hans Poppe/Jochen Keller
Kamera: Wolfgang Pietzsch
Musik: Rolf Kuhl
Drehbuch und Regie: Klaus Gendries

Personen und ihre Darsteller:

Vater Richard (Jochen Thomas), Mutter Liesl (Helga Raumer), Heinz (Bernd Siegmundt), Herr Knopke (Heinz Scholz), Lehrer Haußmann (Achim Schmidtchen), Lampel (Wolfram Handel), Ziegen-Wilhelm (Hans Hardt-Hardtloff), Papplick (Benno Mieth), Frau Zimpel (Sabine Thalbach), Schießbudenfrau (Christa Pasemann), Thekenwilli (Horst Simon), Hufeisen (Günter Zippel), junger Mann (Hans-Jürgen Plust), älterer Mann (Christian Urban), Artist (Günter Herold), Frau am Fenster (Gertrud Buhle).

Sendedaten:

siehe unten bei den einzelnen Folgen

Inhalt:

1. Der Schwindel
Sendedaten: 08.09.1965 Erstausstrahlung; 09.09.1965 WDHL; 28.04.1970 II. PR. WDHL; 06.03.1972 I. PR. WDHL; 21.04.1979 I. PR. WDHL
Heinz (Bernd Siegmundt) sieht seine Welt, so wie sie ist: Er ist die kleinste Person in der Familie und hat doch das schwerste Amt: Er muss sich erziehen lassen. Aber was soll die ganze Erziehung, wenn die Erwachsenen ihnen etwas anderes vorleben als was sie eigentlich von den Kindern fordern?
So eine Sache passiert, als Heinz seinen Vater (Jochen Thomas) am Telefon verleugnen muss, nur damit dieser sein freitägliches Vollbad in vollen Zügen genießen kann. Dummerweise realisiert Heinz diesen “Auftrag” nicht sehr geschickt, und letztlich ist der Vater selbst der Blamierte. Dieser Kratzer in der Autorität des “Familienoberhauptes” kommt Heinz dann doch entgegen, weil er den Eltern noch den Eintrag seines Lehrers ins Hausaufgabenheft präsentieren muss: irgendwie hatte es bei der Unterschriftsleistung des Vaters eine kleines “Missverständnis” gegeben.

2. Die Bluse
Sendedaten: 22.09.1965 Erstausstrahlung; 23.09.1965 WDHL; 06.03.1972 I. PR. WDHL; 28.04.1979 I. PR. WDHL
Mutter Liesl (Helga Raumer) hat Geburtstag. Das ist - wie immer - Anlass für Vater und Sohn, ein fröhliches Geburtstagsständchen zu schmettern. Auch im Vorfeld dessen gab es das alljährliche Ritual: Vater erinnert sich etwas kurzfristig an Mutters Geburtstag und schickt Heinz - mangels anderer Einfälle - in den “Konsum”, um eine weiße Bluse als Geschenk zu kaufen. Was der Vater nicht weiß: in den vergangenen Jahren hat seine Frau die weißen Blusen von Geburtstag oder Frauentag gegen nützliche Haushaltgegenstände eingetauscht. Heinz wollte, dass man deshalb in diesem Jahr die Mutter mit einem liebevoll ausgesuchten Geschenk überraschen würde. Doch zunächst nimmt die Mutter das “schöne Geschenk” mit so viel Ironie entgegen, dass Vater Richard stutzig wird und letztlich um das “Schicksal” seiner weißen Blusen Bescheid weiß. Da hat Heinz eine Idee, um den Geburtstag zu retten.

3. Der Guckofen
Sendedaten: 08.10.1965 Erstausstrahlung; 09.10.1965 WDHL; 28.04.1970 II. PR. WDHL; 06.03.1972 I. PR. WDHL; 12.05.1979 I.PR. WDHL
Der Lehrer von Heinz hat sich zu einem Hausbesuch angesagt. Das ist die Gelegenheit für Vater Richard, seine Autorität und sein pädagogisches Geschick gegenüber dem Lehrer zu präsentieren. Er betont die Einheit von Elternhaus und Schule und verspricht, die angesprochenen Verfehlungen mit entsprechenden Maßnahmen zu ahnden. Letzteres scheint aber den Vorstellungen des Lehrers (Achim Schmidtchen) nicht zu entsprechen. Deshalb führen sie einen Meinungsaustausch über Alternativen in der Erziehung von Heinz, und über Möglichkeiten, auch das Wissen der Eltern zielgerichtet auszubauen, zum Beispiel durch einen Deutsch-Nachhilfekurs. Richard ist froh, dass er Heinz weit weg weiß. Doch das ist ein Irrtum: Heinz nutzt die Röhre des Ofens, der in die Wand zwischen Wohnstube und Küche integriert ist, um mit schadenfroher Miene die Niederlage des Vaters mitzuerleben.

4. Das Wort
Sendedaten: 20.10.1965 Erstausstrahlung; 21.10.1965 WDHL; 19.05.1979 I. PR. WDHL
Heinz wird am Abend gegen seinen Willen ins Bett geschickt, als das Fernsehen einen Film ausstrahlt, der “noch nichts für Kinder” ist. Bei so einem Verbot ist es unausweichlich, dass Heinz nicht einschläft und auch noch wach ist, als die Eltern sich über den Film austauschen. Als sich Heinz in die Unterhaltung einmischt und ein bestimmtes Wort (“Nutte”) erklärt haben will, sind die Eltern erschrocken. Heinz bleibt hartnäckig bei seiner Frage, wodurch er Vater Richard eine heikle Situation beschert. Mutter Liesl dagegen amüsiert sich darüber, mit welchen Mühen der Vater die peinliche Frage umschiffen will. Da Heinz mit den Erklärungsversuchen des Vaters seinen Wissensbedarf nicht gestillt sieht, kündigt er an, am nächsten Tag den Lehrer in der Schule zu fragen, was man unter “Nutte” versteht. Nach einer Nacht mit verwirrenden Träumen wird Heinz - unfreiwillig und überraschend - doch noch “aufgeklärt”.

5. Der Ziegen-Wilhelm
Sendedaten: 03.11.1965 Erstausstrahlung; 04.11.1965 WDHL; 26.05.1979 I. PR. WDHL
Schauplatz des fünften Teiles von “Aus dem Tagebuch eines Minderjährigen” ist das Haus von “Ziegen-Wilhelm” (Hans Hardt-Hardtloff). Dazu schreibt Heinz nieder:
“Das Haus von Ziegen-Wilhelm thront auf dem Hügel. Er bekommt den Wind aus erster Hand; wenn es auch manchmal ein frischer Wind ist, ihm macht das nichts. Sein Haus hat Festungsmauern, kleine Fenster und er ein dickes Fell” (“Funk und Fernsehen der DDR” Nr. 45/65 S. 16).
Diesem Ziegen-Wilhelm will Heinz einen Besuch abstatten, denn Lehrer Lampel (Wolfram Handel) hat seine Schüler beauftragt, mit Sammellisten alle Dorfbewohner aufzusuchen und Geld für den Frieden zu sammeln. Obwohl Heinz durch die Agitation von Lampel kämpferisch gestimmt ist, macht er sich mit gemischten Gefühlen auf seinen Weg. Nachdem sich Heinz mit einigen angriffswütigen Wesen aus Ziegen-Wilhelms Tierreich befasst hat, erklärt der “Hausherr”, dass er einen Beitrag verweigere. Lampel löst dieses Problem später durch einen ach so faulen Kompromiss, der nach Ansicht von Heinz im Widerspruch zu seinen sonst so eindeutigen Forderungen und Aussagen steht.

6. Der Spitzname
Sendedaten: 16.11.1965 Erstausstrahlung; 18.11.1965 WDHL; 02.06.1979 I. PR. WDHL
Ihren polytechnischen Unterricht erhalten Heinz und seine Mitschüler in der LPG. In dieser arbeitet auch Vater Richard als Brigadier. Deshalb stellt Heinz an seinen Vater auch einige Fragen, da er einen Aufsatz über den Unterricht in der LPG schreiben muss. Doch bei der Beantwortung von Heinz` geschickten Fragen verwickelt sich der Vater in Widersprüche. Kritisch wird die Situation, als Heinz an bestimmten Abläufen in der LPG Kritik übt, an denen der Vater als Feldbaubrigadier mitverantwortlich scheint. Und das Geschehen spitzt sich weiter zu, als Richard von Heinz informiert wird, welchen Spitznamen der Vater und seine Mitstreiter tragen. Auch der Kollege Papplick (Benno Mieth) aus der LPG hatte da einen guten “Einfall”: er nennt seine Schützlinge “Kuhschwanzpiloten”.

7. Der Alkohol
Sendedaten: 01.12.1965 Erstausstrahlung; 02.12.1965 WDHL; 09.06.1979 I. PR. WDHL
Heinz und seine Freunde freuen sich darauf, dass im Ort endlich einmal etwas los ist, da ein Rummel mit Fahrgeschäften, Imbiss- und Schießbuden aufgebaut wurde. Ausgestattet mit guten Ermahnungen, etwas Kleingeld und dem Verbot, Eis zu essen, kann für Heinz und seine Freunde das Vergnügen beginnen. Doch das Schicksal wollte es wohl so: an der Schießbude gerät der Trupp der Schüler an eine Flasche leckeren Fruchtweines, die nun von ihnen tapfer geleert wird. Bald zwingt die Wirkung des Alkohols Heinz zu einem schwankenden Gang nach Hause, wo er mit Vorwürfen und Belehrungen über die bösen Folgen des Alkohols (Delirium, Heilanstalt, Unfruchtbarkeit) bombardiert wird. Doch in der selben Nacht gerät Vater Richard selbst in die Fänge des Alkohols, kehrt beschwipst mit einem großen Teddybär und einem noch größeren “Affen” nach Hause zurück und zeigt seinem Sohn auf diese Weise nochmals, wie gefährlich der Alkohol sein kann.

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