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FALL DIBELIUS-SCHNOOR, DER (1960)

13. Folge der Sendereihe “Fernsehpitaval”

Autoren: Friedrich Karl Kaul und Walter Jupé
Dramaturgie: Aenne Keller
Szenenbild: Heinz Zeise
Kostüme: Joachim Voeltzke
Kamera: Martin Kayser/Siegfried Peters/Hannelore Grossmann/Rosemarie
Kapp/Gerhard Leist
Aufnahmeleitung: Heinz Beier
Regisseur: Wolfgang Luderer

Personen und ihre Darsteller:

D. Dr. Dibelius (Heinz Scholz), Friese, Amtsvorsteher (Siegfried Weiß), Frau Friese (Steffie Spira), Pfarrer Schnoor (Walter Jupé), Frau Schnoor (Dorothea Volk), Hans Wirth, Leutnant (Willi Schrade), Grete, Dienstmädchen (Helga Labudda), der alte Hahn, Kirchendiener (Theo Mack), Bertha, Haushilfe bei Frieses (Wiebke Fuhrken), Vater Behrend, Gretes Vater (Otto Krone), Karl Hahn (Christoph Engel), Messow, Landarbeiter (Fritz-Ernst Fechner), Frau Kratzin, Landarbeiterin (Hannelore Fabry), Wirt (Fritz Schlegel), Arzt (Johannes Waldmann), Zörgiebel, Polizeipräsident Arthur Jopp), Kommissar (Karl-Heinz Weiß), die zweite Frau Schnoor (Rosemarie Schuldt), 1. Beamter (Georg Dücker), Pfarrer, Mitglied des Kirchenrats (Werner Schulz-Wittan).

Sendedaten:

29.12.1960 Erstausstrahlung; 08.02.1961 Wiederholung

Inhalt:

Wie schon in den vorangegangenen Folgen des “Pitaval” basierte auch dieses Fernsehspiel auf Akten, Dokumenten, zeitgenössischen Berichten und Aussagen von Zeitzeugen. Im Fall “Dibelius-Schnoor” ging es um eine “Kanzelpredigt” des Generalsuperintendenten D. Dr. Dibelius, in der er im Zusammenhang mit einem Mordfall seinem Hass gegen die Kommunisten freien Lauf ließ.
Es war am 27. März 1927, als dieser Dr. Dibelius (Heinz Scholz) den Pfarrer Schnoor (Walter Jupé) in sein Amt einführte. Offensichtlich war für Dibelius dieser Akt sehr wichtig, dass er selbst zugegen war. Und so hielt er zum “Festgottesdienst” auch die Kanzelpredigt. Dabei führt er eine scharfe Attacke gegen die Polizei wegen ihres Verhaltens in dem schwebenden Verfahren gegen den Pfarrer Schnoor und nannte es eine unerhörte Verfehlung mit Blick auf die Wahrung staatsbürgerlicher Rechte.
Zum kriminellen Vorfall äußerte sich Dibelius in der Weise, dass vor den Augen des Kirchenmannes Schnoor der Bruder seiner Frau von “blutgierigen Kommunistengesindel” feige ermordet wurde. So sei es inakzeptabel, dass man den leiblichen Schwager dieser Tat verdächtige und bei Nacht und Nebel nach Berlin “verschleppe”. Schnoor sei eine bescheidene und lautere Persönlichkeit und dürfe keinen erniedrigenden Verhören unterworfen werden. Zudem seien seit der Ermordung des Hans Wirth schon acht Jahre vergangen, und die jetzt vorliegende Anzeige sei anonymer Art! - Diese Predigt des Generalsuperintendenten wurde der Presse zur Veröffentlichung überstellt.
Der Polizeipräsident von Berlin nahm drei Tage nach der Predigt Stellung dazu, und er führte aus, dass diese skandalöse Predigt die wahren Geschehnisse entstellte, es wären Lüge und Hetze gewesen, was diese Predigt bestimmt hätte.
Der Fernsehfilm legte den realen Verlauf des Mordfalls offen.

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