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FALL HUGO STINNES JR., DER (1960)

4. Folge der Sendereihe “Fernseh-Pitaval”

Autoren: Friedrich Karl Kaul und Walter Jupé
Dramaturgie: Aenne Keller
Szenenbild: Heinz Zeise
Aufnahmeleitung: Hans Novak
Inszenierung: Wolfgang Luderer

Personen und ihre Darsteller:

Hugo Stinnes (Wilfried Ortmann), Justizrat Hoeck (Kurt Wenkhaus), Wolf von Waldow (Walter Jupé), Madelaine Grosch (Helga Wasmer-Witt), Armand Schrandt (Heinz-Werner Pätzold), Untersuchungsrichter (Gerd Biewer), Alsberg, Rechtsanwalt (Heinz Frölich), Mutter Stinnes (Anni von Orelli), Paul Calmon (Franz Arzdorf), Glade (Jochen Sehrndt), Frau Glade (Christine Schwarze), Herr Hendrix, Holländer (Gert Kollat), Arndt, Landgerichtsdirektor (Hans Eggerth), Maurice Lewitt (Hans Fiebrandt), Sekretärin von Stinnes (Elisabeth Mühlen).

Sendedaten:

24.04.1960 Erstausstrahlung; 25.05.1961 WDHL; 31.05.1961 WDHL; 18.11.1963 WDHL.

Inhalt:

Im Jahre 1924 verstarb der Großindustrielle Hugo Stinnes sen. Seine Hinterlassenschaft: der größte Konzernverbund Europas, 1535 Unternehmen mit etwa 3000 Fabriken. Es war ein Geflecht von Unternehmen, verteilt über die Erde von Deutschland bis Südafrika und von Inseln des Indischen Ozeans bis nach Amerika hinüber. Der “Haupterbe”, Hugo Stinnes jr., war von seinem Vater in die Details der Abläufe innerhalb des Imperiums eingeweiht worden. So hat auch er diverse Pläne für Börsenschlachten und Aktienpaketkäufen, die er mit aller Konsequenz gedenkt durchzusetzen, um den Industriebesitz der Familie Stinnes noch zu mehren.
Allerdings lösten die Börsenmanöver des jungen Stinnes den Protest einer breiten Öffentlichkeit aus. Im August 1928 wurde Stinnes wegen groß angelegter Kriegsanleiheschwindeleien vor einen Untersuchungsrichter zitiert. Zunächst aber beharrte Stinnes darauf, von keinerlei Fälschung oder Betrug gewusst zu haben. Doch dann, in einem Verhör über mehrere Stunden, fragt Stinnes den Richter, was passieren würde, wenn er gesteht, also die Vorwürfe, die man ihm macht, bestätigen würde? Der Richter konterte darauf, dass er kein Mann des Paktierens sei.
Doch dann gibt Stinnes jr. zu Protokoll, dass er bereits im Dezember 1926 darüber informiert war, dass das gesamte Anleihegeschäft nur Betrug und Schwindel gewesen war. Nach diesem Geständnis wurde Stinnes inhaftiert. Was für ein Skandal! Der reichste Mann des deutschen Reiches sitzt im Gefängnis, nach dem er geständig war, versucht zu haben, von seinem Vaterland Millionen zu ergaunern.
Doch am 6. September 1928 verlangt Stinnes nach seinem Rechtsanwalt und gibt gegenüber diesem an, dass sein Geständnis vom Vormonat falsch gewesen sei. Stinnes habe in der Vorladung vor den Sonderrichter den Eindruck gehabt, dass er mit Angabe eines Geständnisses einer Verhaftung würde entgehen können, was bekannter Maßen nicht der Fall war. Und der Richter hätte ihn in gewisser Weise sogar “gefoltert”, als er in der ganzen Vernehmung immer das rote Formular eines Haftbefehls parat gehalten hätte. Später stellte sich heraus, dass das mit dem Formular eine Lüge war. Den weiteren Verlauf dieses Falls schilderte nun dieses Fernsehspiel.

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