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BRODDI (1975)

Ein Gegenwartsfilm des DDR-Fernsehens in drei Teilen

Autor/Szenarium: Benito Wogatzki
Drehbuch: Ulrich Thein/Hartwig Strobel
Dramaturgie: Heinz Nahke
Szenenbild: Christoph Lindemann/Rose-Marie Kaufmann
Kostüme: Ingeborg Hanke
Kamera: Hartwig Strobel
Musik: Karl-Ernst Sasse
Produktionsleitung: Helga Lüdde
Aufnahmeleitung: Peter Sommer/Werner Lingener
Regie-Assistenz: Ingelore Wesebaum/Jörg Wilbrandt
Regie: Ulrich Thein

Personen und ihre Darsteller:

Jochen Brodalla, genannt Broddi (Christian Grashof), Christine Schaak (Jenny Gröllmann), Kräuter (Kurt Böwe), Ramlow (Klaus Manchen), Klingbeil (Jochen Thomas), Berthold (Horst Hiemer), Katsch (Günter Junghans), Mando (Wolfgang Winkler), Hotta (Jan Spitzer), Corni (Juliane Theurer), Munz (Jürgen Reuter), Inge (Ursula Werner), Walter (Berko Acker), Inges Vater (Fred Delmare), Inges Mutter (Marianne Kiefer), Walters Vater (Dietrich Körner), Walters Mutter (Johanna Clas), Gerda Kräuter (Lissy Tempelhof), Wildau (Klaus Hecke), Kumpel (Horst Lebinsky), ABV Fiebig (Stefan Lisewski), Rümpel (Roman Silberstein), fünf Kumpel (Klaus Bergatt/Jürgen Juhnke/Karl Sturm/Kurt Berndt/Wolf Tiessen).

Weitere Darsteller:

Benno Mieth, Wilhelm Gröhl, Aggi Riess, Hans-Georg Aulig, Arthur Tietz, Otar Ter-Oganesjan, Emanuel Mkrtschjan, Lewon Sakisjan, Lothar Broscheit, Günter Halfpap, Heinz Heider, Kurt Lipschinski, Dietmar Rückert, Kurt Utecht und Wolfgang Werner.

Sendedaten:

Teil 1: 13.05.1975 I. PR. Erstausstrahlung; 14.05.1975 I. PR. WDHL; 03.08.1976 II. PR. WDHL.
Teil 2: 15.05.1975 I. PR. Erstausstrahlung; 16.05.1975 I. PR. WDHL; 06.08.1976 II. PR. WDHL.
Teil 3: 18.05.1975 I. PR. Erstausstrahlung; 20.05.1975 I. PR. WDHL; 07.08.1976 II. PR. WDHL.
Anmerkung: Am 17.12.1976, 18.12.1976, 30.10.1978 und am 06.07.1979 sendete das DDR-Fernsehen einen Film mit dem Titel “Broddi” (115 Minuten); eine Angabe in Bezug auf Teil 1-3 erfolgte nicht.

Inhalt:

Im Mittelpunkt der Handlung des dreiteiligen Fernsehfilms stand die Entwicklung des Jochen Brodalla (Christian Grashof), kurz Broddi genannt, der ohne Eltern heranwuchs und über längere Zeit bei der Nationalen Volksarmee diente. Und als er an einem Punkt angekommen war, an dem er dachte: “Da kommt nichts mehr, das Leben ist gelaufen”, sollte dieses Leben für ihn einen Verlauf nehmen, den er sich nicht vorgestellt hätte. Doch große Ereignisse und Verwirrungen nähern sich einem Menschen oftmals still. So wie das Mädchen Christine (Jenny Gröllmann) zum Beispiel. Und daraus ergaben sich für den eher unscheinbaren Broddi Impulse, die ihn auf einen ganz neuen Weg brachten und die ihn in gewisser Weise zu einem anderen Menschen machten.
Broddi fasste den Entschluss, nach seiner Zeit bei der Armee in einem Industriegebiet heimisch zu werden und hier sein Glück zu finden. Die Liebe zu Christine ist wie eine Sehnsucht, der Broddi unbekümmert folgt und die ihn in ganz neue gesellschaftliche Dimensionen hineinwachsen lässt. Es ist der Anfang eines langen und mit Abenteuern gepflasterten Weges, der Broddi bis nach Jerewan und in die armenischen Berge führen sollte.

Teil 1: “Der Tischherr”
Das Mädchen Christine arbeitet als Vermesserin. Beobachtet man sie bei ihrer Tätigkeit, so scheint es, dass sie ganz bei der Sache ist. Aber seit einigen Tagen ist sie nicht mehr die, die sie einmal war. Zur Hochzeit ihrer Freundin Inge (Ursula Werner) hatte sie Jochen Brodalla kennen gelernt - ganz einfach, denn er war ihr “Tischherr”. Sie fand ihn etwas merkwürdig, doch vielleicht hatte sie ihm im Laufe des Tages Hoffnungen gemacht, ohne das zu wollen. Möglicherweise kam es zu einer kurzen Berührung, aber das ist für Christine vergessen und vorbei - so denkt sie sich! Für Broddi hingegen war es eine Begegnung mit dem “aha - Effekt”, also könnte es aus seiner Sicht die Frau des Lebens sein. Und Christine merkte, wie er sie anschaute, so, als hätte er schon immer nach ihr gesucht. Was aber passiert, wenn sie sich wieder begegnen sollten? Christine sieht sich derzeit in ihrem Leben in einer verfahrenen Situation. Der unberechenbare Broddi begegnet ihr dann schneller wieder als gedacht. Und er nimmt in ihrer Nähe, der Entwässerungsstrecke, eine Tätigkeit auf. Christine mutmaßt, dass die nächsten Tage die schwersten ihres Leben werden könnten.

Teil 2: “Glück auf - Glück ab”
Broddi hatte sich also entschlossen, sich auf den Weg zu Christine zu begeben, weil sie ihn bei ihrer ersten Begegnung so beeindruckt hatte. Doch Broddi hat ein ungutes Gefühl, denn je näher er Christine kommt, um so mehr scheint sie sich von ihm zu entfernen. Natürlich hat jeder Tag in seinem “neuen” Leben Überraschungen bereit, immer wieder lernt er neue Menschen und ihre Geschichten kennen. Doch irgend wie hat alles, was er erlebt, mit seiner Liebe zu Christine zu tun. Andererseits sieht er sich in das Schicksal von Mitstreitern involviert, die ihm mit der Zeit zu Freunden wurden. Und steckt er immer tiefer in Auseinandersetzungen, die sich in diesem Industriegebiet bei der Gestaltung eines immer besseren Lebens der Leute ergeben.
Broddi ist sich nun sicher, dass Christine ihm irgend etwas verschwiegen hatte, was sie sehr beschäftigt und ihr Leben beeinflusst. Also hatte sie zu ihm auch nicht das nötige Vertrauen oder die Nähe, ihn zu informieren. Dann kommt es zu einem gehörigen Krach zwischen zwei Brigaden. Ob in diesem Zusammenhang zumindest ein Ansatzpunkt zur Lösung der Frage ist, die ihn bewegt?

Teil 3: “Sei sauber, wenn du ankommst”
Broddi hat im “Kampf” um Christine einen Rivalen (Jürgen Reuter). Nach einer langen Irrfahrt hat er ihn aufgespürt. Und Broddi weiß nun auch über Christines Geheimnis bescheid. Sie konnte sich einem Glück mit Broddi nicht öffnen, weil der Weg dahin nicht “sauber” gewesen wäre. Broddi ist sich im Klaren darüber, dass der Weg zum Glück ein schwerer sein kann, doch Angst hatte er nie davor. Wichtig ist, dass man sich am Ziel in die Augen sehen kann.
Es ist die Bergwelt Armeniens, in der Broddi gegenüber seinen Gegenpart, dem begabten Ingenieur Munz, all seine Erfahrungen und Erkenntnisse auf den Tisch legt. Munz stellt Broddi die Resultate seines eigenen Lebens entgegen. Hier kommt es zu einem Disput, den man als harte geistige Auseinandersetzung deklarieren muss. Es ist zugleich der Höhepunkt dieser dreiteiligen TV-Produktion. Im Anschluss an dieses Szenen muss sich jeder fragen, welcher der beiden Männer das Mädchen Christine verdient hat? Die Antwort aber ist sekundär, weil die Entscheidung das Mädchen allein zu treffen hat.

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