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OHNE KAMPF KEIN SIEG (1966)

Ein Film des Deutschen Fernsehfunks in fünf Teilen

Drehbuch: Rudi Kurz (nach der gleichnamigen Biografie von M. von Brauchitsch)
Dramaturgie: Wenzel Renner
Szenenbild: Georg Kranz
Musik: Wolfgang Hohensee
Kamera: Horst Hardt
Produktionsleitung: Willi Teichmann
Regie: Rudi Kurz

Personen und ihre Darsteller:

Manfred von Brauchitsch (Jürgen Frohriep), Frau von Brauchitsch, seine Mutter (Marga Legal), Harald von Brauchitsch, sein Bruder (Ezard Haußmann), Gisela von Brauchitsch, seine Frau (Dietlinde Greiff), Walter von Brauchitsch, sein Onkel (Heinz Hinze), Herr von Siegl (Hannjo Hasse), Claus von Stauffenberg (Alfred Struwe), Theo Hempel (Rudolf Ulrich), Hans Levi (Gerry Wolff), Hans von Dahlen (Horst Gill), Werlin (Helmut Schreiber), Udet (Alfred Müller), Frau von Stengel (Marion van de Kamp), Dr. Gläser (Kurt Müller-Reitzner), Professor Brandt (Siegfried Loyda), Professor Gebhardt (Gerd-Michael Henneberg), Freister (Ralph J. Boettner), Herr von Grothe (Kurt Schmengler), Herr von Grollmann (Hans Finohr), Graf Manthey (Erich Haußmann), Hühnlein (Horst Preusker), Dr. Koppenberg (Arthur Jopp), Frau Koppenberg (Maria Rouvel), UFA-Mann (Peter Kiwitt), Schirach (Hans Maikowski), Sorentina (Jutta Klöppel), Ottersbach (Johannes Curth), Neubauer (Gerd Ehlers), Caracciola (Thomas Weisgerber), Baby Caracciola (Brigitte Krause), Dick Corner (John Ries), Stuck (Helmut Frenzel), Fagioli (Enrico Migliore), Nuvolari (Peter Steffen), Lang (Richard Schmidt), Rosemeier (Rainer Eckardt), 1. CIC-Mann (Rüdiger Mehnert), 2. CIC-Mann (Billy Mullis), Bäumer (Johannes Reinhardt/Heinz Klevenow), Dr. Swobota (Karl Eggstein), Reuchlin (Werner Ehrlicher), Neubert (Martin Flörchinger), Freudmann (Siegfried Weiß), Malentes (Joachim Tomaschewsky), Kind Werner Hempel (Uwe Pietsch), 1. Richter (Karl Marnitz), 2. Richter (Karl-Heinz Weiß), junger Kriminalist (Harald Moszdorf), Neger (Arthur Boyd), Captain (Horst Schäfer), Herr Wolf (Wolfgang Brunecker), Mechaniker (Lothar Förster), Tankwart (Günter Drescher), FDJlerin (Dagmar-Constanze Bauer), Feldwebel (Gerd Staiger), lauschender Soldat (Günter Krause), französischer Gendarm (Walter Belz), Fernlastfahrer (Hans Hardt-Hardtloff), zwei französische Bauern (Adolf Dombrowski/Emil Schomburg), französische Wirtin (Ilse Voigt), Hitler (Günter Margo), Frau Raubal (Brigitte Lindenberg), Hermann Abs (Fritz Diez), Kirdorf (Jochen Diestelmann), Todt (Max Adalbert Schleyer), Aust (Karl-Helge Hofstadt), junge Dame (Brigitte Scholz), Vater Brauchitsch (Herbert Dirmoser), Bernd von Brauchitsch (Jörg Kaehler), junger Mann (Helmut Gauß), Dr. Klaus (Heinz Isterheil), Oberst Flenzbach (Hans-Hasso Steube), General (Herbert Körbs), Adjutant (Johannes Reinhardt), Kameramänner (Günter Götze/Wilhelm Gröhl), Regisseur (Fred Ludwig), Mann (Willi Neuenhahn), Schwester Erika (Sigrid Göhler), Dr. Luger (Heinz Schröder), zwei Gefängniswärter (Otto Krieg-Helbig/Gustav Stähnisch), Adjutant von Schirach (Tim Hoffmann), Blockwart (Hans Klering), zwei Gestapomänner (Günter Polensen/Reinhold Schäfer), zwei SS-Männer (Georg Schweiger/Willi Hinrichs), FDJlerin (Annelie Scheinert), Untersuchungsrichter (Horst Friedrich), Beamter auf der Behörde (Hans Flössel), Kradmelder (Olaf Polensen), Sanitätsfeldwebel (Hans Janetzki), Frau von Blockwart (Berti Deutsch), junges Mädchen (Uta Maria Schütze), zwei Waldarbeiter (Wolfgang Dehler/Heinz Loob), jüngere Frau (Regina de Reese), vier junge Sportler (Jürgen Krumrey/Berko Acker/ Gisbert-Peter Terhorst/Klaus-Jürgen Kramer), junge Sportlerin (Monika Reeh), Kaufmann (Werner Wieland), Dr. Feuereisen (Werner Wieland), vier Staatsanwälte (Horst Friedrich/Helmut Hellstorff/Harry Studt/Hannes Stelzer), Frau von Harald von Brauchitsch (Lieselotte Seiffert), Journalisten (Ingeborg Schumacher/Gisela Naumann/Georg-Michael Wagner/Volkmar Kleinert/Fritz Mohr/Gerhard Hänsel), Mann (Albert Zahn), Polizeioffizier (Heinz Nowratzki), SS-Sturmführer (Klaus Ebeling), Kripobeamte (Günter Ott/Horst Fischer/Joe Schorn), Steuerbeamter (Rudolf Horn), Rudel (Dietmar Schmidt), FDJlerin (Heidemarie Geese), Alfers (Helmut Loos), Gallant (Klaus Gowalla), drei Damen (Hildegrad Drever-Körbs/Jutta Langhoff/ Ingeborg Schmitz), zwei junge Herren (Joachim Schlüter/Jo-Uwe Teska), angetrunkener Herr (Fritz Nygrin), grölender Herr (Hans-Hasso Steube), blasierter Herr (Dieter Heusinger), Herr im Smoking (Wolfgang Anton), großer Herr (Dietrich Mechow), Indio (Peter Reusse), junger, schlanker Herr (Herbert Trautsch), dicke Dame (Ena Ritter),
Herr (Hans-Joachim Langer), Zuschauer (Erich Altrock/Ernst Steiner/Fredy Barten/Gustav Stähnisch), Reporter (Peter Hill/Peter Köhncke), drei polnische Motorradfahrer (Zygmunt Mierzwiak/Eugen Eschner/Günter Götze), Radio-Reporter (Rolf Ripperger), Kellner (Eugenio Plozza), dicker Herr (Ewald Wolff), zwei Mädchen (Margitta Kehl/Inge Noack), junge Schauspielerin (Karin Kaster), Reporter (Werner Röwekamp), Seebohm (Hans-Heinz Kahl), Mechaniker (Paul Brüggendick), Wirt bei Töpfer (Erich Braun).
Sprecher: Joachim Trotz.

Sendedaten:

Teil 1: 28.08.1966 Erstausstrahlung; 29.08.1966 WDHL; 30.10.1966 WDHL; 03.08.1970 II. PR. WDHL.
Teil 2: 30.08.1966 Erstausstrahlung; 31.08.1966 WDHL; 06.11.1966 WDHL; 04.08.1970 II. PR. WDHL.
Teil 3: 02.09.1966 Erstausstrahlung; 03.09.1966 WDHL; 13.11.1966 WDHL, 05.08.1970 II. PR. WDHL.
Teil 4: 04.09.1966 Erstausstrahlung; 05.09.1966 WDHL; 16.11.1966 WDHL; 06.08.1970 II. PR. WDHL.
Teil 5: 06.09.1966 Erstausstrahlung; 07.09.1966 WDHL; 20.11.1966 WDHL; 07.08.1970 II. PR. WDHL.

Inhalt:

Zum Anliegen dieses fünfteiligen Films des Deutschen Fernsehfunks der DDR war in der Zeitschrift “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 35/1966, Seite 4, zu lesen:
“Die Irrwege, Umwege und Siege eines Mannes, des berühmten und erfolgreichen deutschen Rennfahrers Manfred von Brauchitsch erleben Sie in diesem fünfteiligen Fernsehfilm …Auf der Suche nach Deutschland entscheidet er sich schließlich für die Deutsche Demokratische Republik. Der Film schildert nicht nur ein dramatisches Sportlerschicksal, sondern vermittelt einen Einblick in einen ganzen Abschnitt deutscher Geschichte.”
Manfred Georg Rudolf von Brauchitsch wurde am 15. August 1905 in Hamburg geboren, er entstammte dem alten schlesischen Adelsgeschlecht derer von Brauchitsch und war der Sohn eines preußischen Offiziers.
Wäre es nach dem von Traditionsbewusstsein geprägtem Willen des Vaters gegangen, wäre auch Manfred von Brauchitsch, dargestellt von Jürgen Frohriep, Soldat bzw. Offizier geworden und ein Leben lang geblieben. Doch schon mit Beginn seiner militärischen Ausbildung war Manfred klar, dass der lebenslange bedingungslose Gehorsam in der Armee nicht seinen Vorstellungen entspricht. Bereits zu dieser Zeit gibt es für Manfred eine große Leidenschaft: das schnelle Fahren auf einem Motorrad, das ihm sein Onkel Walther (Heinz Hinze) geschenkt hatte. Und dann bleibt das ganze nicht nur einem Hobby für Manfred, sondern wird zur Berufung: Er will Rennfahrer werden, weshalb er seinen Dienst beim Militär beendet. Große Unterstützung für die Realisierung seines Wunsches lässt ihm sein Vetter Hans zukommen, der ihm seine Autos zur Verfügung stellt. Er rät Manfred aber auch, eine Lehre auf Kfz-technischem Gebiet zu absolvieren, um technisches Verständnis zu erlangen. Dies führt in zur Firma “Mercedes”, wo er auch die Bekanntschaft seines späteren Mechanikers und treuen Freundes Theo Hempel (Rudolf Ulrich) macht. Manfred fährt dann alsbald kleinere Rennen, und mit seiner “Zigarre” erringt er sogar auf der Berliner Rennstrecke “Avus” seinen ersten großen Sieg. Das führt ihn in den Kreis bekannter Rennfahrer, die Anhänger des Automobilsports bejubeln den jungen Mann, und von “Mercedes” - Chef Werlin (Helmut Schreiber) erhält er einen Vertrag. Dies ist die Basis, bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft aufzusteigen. An der Spitze des Staates steht inzwischen Adolf Hitler, dem auch Manfred zujubelt und von dem er erhofft, dass der Rennsport noch stärker gefördert wird.
Manfred von Brauchitsch hat mit seinem ersten Sieg die Karriere als Rennfahrer eingeleitet; nun ist es von Rennen zu Rennen ein unerbittlicher Kampf um Meter und Sekunden. Er kann in den folgenden Jahren auf eine ganze Reihe von Erfolgen am Steuer der neuen Silberpfeile verweisen, aber er erleidet auch bittere Niederlagen, oftmals im Zusammenhang mit unglücklichen Umständen. In machen Situationen übertreibt es Manfred mit seinem Ehrgeiz, seine übertriebene Einsatzbereitschaft führen ihn auch zu mehreren Aufenthalten ins Krankenhaus. Nach einer lang anhaltenden Pechsträne wird er aber 1937 als strahlender Sieger beim Großen Preis von Monaco geehrt.
Doch die politische Situation in Deutschland und in ganz Europa spitzt sich zu. Im September 1939 beginnt der Zweite Weltkrieg. Brauchitsch hatte sich in den Jahren seit Hitlers Machtantritt fast ausschließlich mit dem Rennsport beschäftigt, doch nun beginnt er zu erkennen, welche große Gefahr die Nazis mit ihrem Angriffskrieg für die Menschen in ganz Europa heraufbeschwört haben. Um nicht an die Front befohlen zu werden, hält sich Manfred eine Zeit in der Schweiz bei einem Rennkollegen auf. Seine Mutter (Marga Legal) fordert aber eindringlich von ihm, sich dem Ehrgefühl als Mitglied derer von Brauchitsch unterzuordnen, so dass Manfred ihrem Verlangen nachgibt und nach Hitlerdeutschland zurückkehrt. Allerdings dient er nicht an der Front, sondern arbeitet beim Industriellen Dr. Koppenberg (Arthur Jopp) als persönlicher Referent, später betätigt er sich als technischer Berater in der Rüstungsindustrie.
Der Krieg aber kehrt mit aller Macht in Deutschland ein. Als wieder einmal die Alliierten ihre Bomben über Nazideutschland abwerfen, verlässt Manfred seine Heim, angewidert vom Luxus, der hier herrscht, im Vergleich zu Not und Elend, das die meisten Deutschen in diesen Zeiten erleiden müssen. Bei einem nächtlichen Spaziergang lernt er seine zukünftige Frau Gisela (Dietlinde Greiff) kennen. Bis zum Ende des Krieges wohnen die beiden mit Manfreds Mutter in der Starnberger Villa zusammen, dann werden sie von den Amerikanern aus dem Haus vertrieben und müssen mit einer kleinen Waldhütte Vorlieb nehmen.
Mit Hilfe von Hans Levi (Gerry Wolff), einem Freund von Manfred aus der Zeit vor dem Krieg und jetzt amerikanischer Staatsbürger, kommt der Rennsport in Westdeutschland langsam wieder auf die Beine. Manfred von Brauchitsch avanciert zum Präsidenten des Automobilclubs von Deutschland. Allerdings fühlt er sich in der westdeutschen Gesellschaft nicht wohl, weil die Schatten der nazistischen Vergangenheit noch allgegenwärtig sind, viele Leute scheinen die Lehren des grausamen Weltkriegs nicht zu begreifen, und Kriegverbrecher aus dem Führungspersonal der Nazis beziehen in der jungen Bundesrepublik schon wieder führende Positionen. So fasst Manfred den Entschluss, sein Heimatland zu verlassen.
Eine Einladung des Automobilclubs aus Argentinien kommt ihm da gerade recht. Doch in Südamerika scharen sich alsbald neue Bekannte um ihn, die sich bei näherem Hinsehen als millionenschwere Altnazis entpuppen und sich hier in einer deutschen Kolonie zusammengefunden haben. Angewidert von dieser “Gesellschaft” begibt sich Manfred nach Starnberg zurück.
Trotz etlicher Vorbehalte gegenüber den Kommunisten begeben sich Manfred und Gisela nach Oberhof, um den Wintersportmeisterschaften der DDR beizuwohnen. Er ist beeindruckt von der Begeisterung der Menschen für diese gute Sache und ihrem festen Willen, die Überbleibsel des Faschismus mit Stumpf und Stiel auszurotten. Nachdem das Paar nach Westdeutschland zurückgekehrt ist, initiiert Manfred ein Komitee, das die friedliche Verständigung zwischen Ost und West mittels des Sports befördern soll. Dieses Engagement zieht allerdings Verleumdungen seitens der Presse gegenüber Brauchitsch nach sich. Und auch Mitgliedern der Regierung erscheinen seine Kontakte zu Ostdeutschland als Weg in die falsche Richtung. Das führt unter anderem dazu, dass kein westdeutscher Verlag seine Memoiren veröffentlichen will, und es gibt immer wieder Warnungen, die ihn von seiner Arbeit für die Völkerverständigung und -Versöhnung abbringen sollen. Unter fadenscheinigen Gründen wird Manfred von Brauchitsch sogar inhaftiert und demoralisierenden Verhören ausgesetzt. Schließlich erhebt die BRD sogar Anklage wegen Hochverrats und Geheimbündelei gegen ihn. Doch in der Öffentlichkeit der BRD gibt es auch Menschen, die ihren Unmut über dieses Ansinnen äußern, so dass man ihn vorläufig auf freien Fuß setzt. Zusammen mit Gleichgesinnten beginnt Manfred die Vorbereitung des ersten deutschen Turn- und Sportfestes in Leipzig. Da diese Aktivitäten nicht unentdeckt bleiben, droht ihm die erneute Verhaftung. Brauchitsch sieht keinen anderen Weg, als in die DDR zu fliehen - einen Weg, den er ohne seine Frau Gisela gehen muss, weil sie sich zu schwach für einen weiteren Neuanfang fühlt. Später erreicht ihm die Nachricht von Giselas Selbstmord.
In der DDR arbeitete von Brauchitsch als Sportfunktionär. Im Zeitraum von 1957 bis 1960 war Brauchitsch Präsident des Allgemeinen Deutschen Motorsportverbandes (ADMV), und in den Jahren 1960 bis 1990 agierte er als Präsident der Gesellschaft zur Förderung des Olympischen Gedankens. Hier bestand seine Aufgabe speziell darin, sich um das Sponsoring für die Olympiamannschaften der DDR zu kümmern.
Von Brauchitsch starb am 5. Februar 2003 im Alter von 97 Jahren in Gräfenwarth (Thüringen).

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