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BÜRGSCHAFTEN (1971)

Eine dreiteilige Fernsehfolge von Jutta Bartus

Buch: Jutta Bartus/Bernhard Geng/Karin Sedler
Dramaturgie: Bernhard Geng/Karin Sedler
Szenenbild: Heinz-Helmut Bruder
Kamera: Horst Netzband
Regie: Rainer Hausdorf

Personen und ihre Darsteller:

Gerda Frederik, Lehrerin (Jutta Wachowiak), Genosse Heinz Steinburg, Schicht-Meister (Eberhard Mellies), Christa Steinburg, seine Frau, Verkaufsstellenleiterin (Ruth Langer), Martin Westphal, Elektronikfacharbeiter, zur Zeit Soldat der NVA (Bernd Baier), Manfred Wolfert, Direktor für Kader und Bildung (Werner Ehrlicher), Hedwig Lehmkuhl, Glasarbeiterin (Annelene Hischer), Hans Klausen, Elektrotechniker und Brigadier (Gerhard Rachold), Eva Klausen, seine Frau, Monteur (Ingrid Berger-Föhr), Egon Brandow, Werkzeugmacher (Erhard Köster), Lisa Brandow, Sachbearbeiterin (Margot Brühling), Frank, beider Sohn (Wolfgang Brumm), Gabi Fritsch (Madeleine Lierck), Oberleutnant Funke (Klausjürgen Steinmann), Egge (Hansjürgen Hürrig), Fritsch, Bäcker (Werner Lierck), Renate Lehmkuhl, Schülerin 9. Klaase (Iris Bohnau), Reinhard Lehmkuhl, ihr Zwillingsbruder, Schüler 9. Klasse (Bernd Vorpahl), Marina (Karin Hemmo), Lutz Gösta Knothe), Rolf Steinburg (Mathias Günther), Sportlehrer (Lothar Schellhorn), Mutter Lämmerhirt (Maika Joseph), Heimleiterin (Lieselott Baumgarten), 1. Mädchen (Dagmar-Constanze Bauer), 2. Mädchen Helga Balzer), Frau Bretschneider (Ostara Körner), Trude Reinke (Ingrid Barkmann), Frau Bendereit (Claudia Wurchert), Regina Fritsch (Ruth Kommerell), Frau Bergmann (Hannelore Freudenberger), Postbote (Klaus Ebeling).

Sendedaten:

Teil 1: “Unruhe in Neuroda”, 09.04.1971 I. PR. Erstausstrahlung
Teil 2: “Entscheidung am Waldberg”, 10.04.1971 I. PR. Erstausstrahlung
Teil 3: “Die dritte Bürgschaft”, 11.04.1971 I. PR. Erstausstrahlung

Inhalt:

Anliegen und Thematik dieser dreiteiligen Fernsehfolge dürften den SED-Oberen im Zentralkomitee der Partei ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert haben, auch wenn die Sendung drei Mal am Vormittag um 10.00 Uhr unter dem Hinweis “Für junge Leute” gesendet wurde. Zudem widmete die Dramaturgie des Kinder- und Jugendfernsehens diese TV-Produktion dem 25. Gründungstag der SED.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der SED-Genosse Heinz Steinburg, der für drei junge Menschen die Bürgschaft bei ihrem Eintritt in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands übernimmt. Für die drei Kandidaten war dieser Schritt damit verbunden, sich von nun an noch mehr als vorher für die sozialistische Gesellschaft im Kollektiv der Genossen verantwortlich zu fühlen und adäquate Leistungen zu vollbringen. Bei diesem Unterfangen ist es der Bürge mit seiner Erfahrung in der Parteiarbeit, der den jungen Leuten mit menschlicher Reife und Zielbewusstsein zur Seite steht und seiner eigenen Verantwortung damit gerecht wird.
Im ersten Teil der Fernsehfolge geht es auch um eine Lehrerin (Jutta Wachowiak), die mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, als sie ihren Schülern die nahe liegende Berufsperspektive zu vermitteln sucht. Die Schüler einer 10. Klasse selbst können sich unter diesen Gegebenheiten nicht vorstellen, wie sich ihr Leben in einigen Jahren gestalten sollte. Hier ist der Rat des erfahrenen Genossen gefragt.
Im Teil zwei dreht sich das Geschehen um den Pflegesohn des Genossen Steinberg, um Martin Westphal (Bernd Baier). Er ist gelernter Elektronikfacharbeiter, zur Zeit leistet er aber seinen Ehrendienst bei der Nationalen Volksarmee ab. Zunächst hat es den Anschein, als ob er die Entwicklungsmöglichkeiten in der “Armee des Volkes” nur für andere gelten lassen will, doch auch ihm steht die Laufbahn als Offizier der NVA offen; die andere Option wäre ein Fachstudium mit einer Ausbildung für den zivilen Bereich. Ein Gespräch mit seinem Bürgen sollte Klarheit bringen.
Im dritten Teil rankt sich die Handlung um die Elektronikfacharbeiterin Gabi Fritsch (Madeleine Lierck), die in einem Röhrenwerk tätig ist. Auch sie ist sich vorab noch nicht im Klaren, wie sich ihre weitere berufliche Perspektive gestalten soll. Dabei sieht sie sich dem Druck des Elternhauses ausgesetzt, die den Platz ihrer Tochter in der Familienbäckerei sehen. Doch das wäre ein Rückschritt in das kleinbürgerliche Milieu und würde den Möglichkeiten der klugen und selbstbewussten jungen Frau widersprechen, anders gesagt, es wäre ein Hemmnis ihrer Entwicklung. Als sie unter dieser widersprüchlichen Gegebenheiten die Position als Brigadeleiterin ablehnt, wird ihr Bürge, der Genosse Steinburg, aktiv.
Schöpferin dieser TV-Produktion war Jutta Bartus, die unter anderem für den Fünfteiler “Geboren unter schwarzen Himmeln” (1962) für das Szenarium mitverantwortlich war. Zeit und Ort der Handlung in den “Bürgschaften”: die letzten Monate des Jahres 1970, die Gegenwart also, in einer Kleinstadt im Thüringer Wald.

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