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SPREEWALDFAMILIE - EPISODENFÜHRER (1990)

Eine siebenteilige Familienserie des Deutschen Fernsehfunks

Autoren: Renate und Dagobert Loewenberg
Dramaturgie: Barbara Ellmann/Dr. Werner Lüder
Szenenbild: Maria Rodewald
Kostüme: Steffen Förster
Kamera: Winfried Kleist
Musik: Karl-Ernst Sasse
Aufnahmeleitung: Ingeborg Trenkler
Regie: Georgi Kissimow

Personen und ihre Darsteller:

Anna Lutki (Helga Göring), Else (Susanne Düllmann), Fritz (Wolfgang Greese), Hans (Andreas Schmidt-Schaller), Christa (Solveig Müller), Günter (Jaecki Schwarz), Gerda (Angelika Ritter), Dieter (Horst Krause), Hulda (Doris Thalmer), Waldemar (Bruno Carstens), Regina (Viola Schweizer), Semler (Carl-Heinz Choynski), Michaela (Jeannette Arndt), Ramona (Christel Bodenstein), Marta (Manja Greese), Dolmetscher (Frank Ciazynski), Pfarrer (Günther Götze), Peter (Holger Richter), Vormundschaftsrat (Michael Gerber), Geschwaderkommandeur (Jürgen Trott), Benshausen, Wasserfahrer (Wilfried Loll), Frank (Roland Mischok), Schwester Erika (Hannelore Fabry), Thomas (Thomas Jahn), Willi (Arnim Mühlstädt), zwei Arbeiter (Michael Kinkel/André Eckner), Wachhabender (Lutz Schneider), Fischer (Rainer Gohde), Fischer/LPG-Bauer (Stefan Hempel), Frau Weber (Ilse Nürnberg), Chefarzt (Heinz Hellmich), Krankenschwester (Ulrike Hanke-Hänsch), LPG-Vorsitzender/ Fährmann ( Herbert Spiller), vier LPG-Bauern (Frank Müller/Martin Richter/Karl-Peter Schwidurski/Siegfried Wallendorf), Hafenmeister (Gottfried Gebert), Verkäuferin (Birgit Berthold), zwei Fährleute (Manfred Schulz/Michael Klobe), Inge (Cornelia Kaupert), Richard (Rudolf Asmus), Fährmann (Manfred Branick), Standesbeamter (Peter Kaden), Polizist (Harald Jupke).
Die Kinder: Katja Groppel, Ariane Harmuth, Andreas Franke.

Weitere Darsteller:

Helmut Wenzlau, Ingrid Barkmann, Theresia Wider, Jürgen Wolters, Anne Wollner, Ralf Dietrich, Inge Kießig, Alexander Wikarski, Peter Piepenhagen.

Sendedaten:

30.11.1990 - 16.01.1991 ARD Erstausstrahlungen (Details siehe unten)

Inhalt:

1. “Teufelseck” (Erstausstrahlung: 30.11.1990 I. PR.; Wiederholung: 01.12.1990 I. PR.)
Anna (Helga Göring) setzt sich als Familienoberhaupt einer sorbischen Großfamilie sehr für die Erhaltung und Pflege der Traditionen ihres Volkes ein. Dabei kann sie eine unwiderstehliche Hartnäckigkeit an den Tag legen. Das bekommt Sohn Fritz (Wolfgang Gresse) zu spüren, als er mitten in der Woche seinen Arbeitsplatz verlassen muss, um mit Anna zum so genannten “Teufelseck” hinauszustaken; das ist ein Ort, an dem der Ururgroßvater vor 59 Jahren ertrunken sein soll - für Anna also ein Platz des Gedenkens. Auf der Rückfahrt von dort aber kommt es zu einem unerwarteten Ereignis: Oma Anna bringt den Kahn zum Kentern, die fünf Jahre alte Urenkelin Steffi, die mit zum “Teufelseck” unterwegs war, fällt ins Wasser und holt sich eine Erkältung. Und Fritz muss damit leben, dass ihn seine Mitstreiter aus der Fährgemeinschaft ob dieses Zwischenfalls verspotten und seine Frau Else (Susanne Düllmann) auch nicht gut auf ihn zu sprechen ist, weil er ein Kind in Gefahr gebracht hatte.

2. “Himmelsstürmer” (Erstausstrahlung: 07.12.1990 I. PR.; Wiederholung: 08.12.1990 I. PR.)
Michaela (Jeannette Arndt), eine Urenkelin von Anna, sieht zum einen aus wie ihre Urgroßmutter von 50 Jahren, zum anderen hat sie den gleichen Dickschädel wie Anna vorzuweisen. Insofern verstehen sich die beiden prächtig, weshalb es für Anna selbstverständlich ist, ihrer Michaela etwas Geld zuzustecken, damit sich das Mädchen ein Moped kaufen kann. Dass deren Eltern damit nicht einverstanden sind, weil Mopedfahren auch viele Gefahren mit sich bringt, stört die beiden nicht.
So kann das Mädchen auch in kurzer Zeit in die Stadt fahren, um ihren Freund, in den sie sehr verliebt ist und der hier seinen Dienst als Militärflieger versieht, zu besuchen. Allerdings überspannt das Mädchen dann den Bogen, in dem sie vorgibt, Bauchschmerzen zu haben, das aber nur vortäuscht, um einen freien Tag zu ergaunern. Als sie bei ihrem Freund eintrifft, macht er ihr auch Vorhaltungen wegen der Arbeitsbummelei. Also wird es nichts mit einem schönen Tag, zumal zu Hause sicher die verärgerten Eltern schon auf sie warten. Doch wenn es nur das wäre: auf der Heimfahrt - bei strömenden Regen - baut sie mit dem Moped einen Unfall und kommt ins Krankenhaus.

3. “Irrlichter” (Erstausstrahlung: 14.12.1990 I. PR.)
Wenn im Frühjahr die Forsythien erblühen, ist es soweit: der Winter mit all seinen Unbilden ist vorüber und Fröhlichkeit breitet sich über den Höfen des Spreewalds aus. Für Großmutter Anna ist dies Anlass, den Kindern von den Kobolden zu erzählen, die es hier in der Gegend immer noch geben soll und die den Menschen als Irrlichter erscheinen. Doch letztere künden wohl mit einem unheimlichen Glitzern auf dem Wasser von nichts Gutem. Bei näherem Hinsehen erkennen die Leute mit dem Glitzern Öl auf dem Wasser, das von einem umgestürzten Tankwagen in das Fließ einläuft und sich rasch wie ein Teppich weiter ausbreitet. Tiere und Pflanzen sind in großer Gefahr, ja selbst die Energieversorgung der Menschen könnte beeinträchtigt werden. Hans Lutki (Andreas Schmidt-Schaller), der als Flussmeister arbeitet und somit für die Wasseranlagen verantwortlich zeichnet, unternimmt mit seinen Mitarbeitern alles, um den Schaden zumindest zu begrenzen. Da er aus diesem Grund für lange Zeit und ununterbrochen aus Achse ist, kann er sich nicht um seine Tochter Sabine kümmern, die ihm ein schlechtes Halbjahreszeugnis vorgelegt hatte und die Hans deswegen zum Stubenarrest verdonnerte.
So kümmert sich Oma Anna um Sabine und ihre kleine Schwester Steffi. Als die alte Frau für eine kurze Zeit einnickt, verschwinden die beiden Mädchen, um die legendären Gestalten aus Omas Sagen zu finden. Steffi ist danach spurlos verschwunden.

4. “Scheideweg” (Erstausstrahlung: 19.12.1990 DFF LK.; Wiederholung: 20.12.1990 DFF LK.)
Christa (Solveig Müller) und Günter (Jaecki Schwarz) sind seit nunmehr 18 Jahren verheiratet. Lange Zeit schien ihre Ehe von Harmonie geprägt zu sein, oder war das nur eine Illusion? Zumindest glauben die beiden, jetzt an einem toten Punkt angekommen zu sein. Christa ist Ärztin, und Günter ist der Meinung, dass sie viel mehr für ihre Patienten da ist als für die Familie. Doch er selbst in seiner Funktion als Kraftwerksingenieur hat auch häufig Überstunden zu machen. Zum Glück ist ihre Tochter Michaela schon erwachsen und geht ihre eigenen Wege, aber dass auch sie öfter das Gespräch mit den Eltern suchen müsste, hatte man gesehen. Dann aber gibt es eine Neuigkeit, die - so oder so - den Alltag dieser Familie auf den Kopf stellen könnte: Christa ist (wieder) schwanger. Um das Kind (oder eine eventuelle Abtreibung) entbrennt ein heftiger Streit zwischen den beiden, womit die anderen Familienmitglieder sehr bald davon erfahren. So betritt Günters kinderlose Schwester mit freudigem Gesicht und einem Babyjäckchen die Szene. Doch damit ist für Günter die Grenze des Ertragbaren überschritten: eilig kramt er ein paar Sachen zusammen und verlässt dann das Haus der Lutkis.

5. “Augenblicke” (Erstausstrahlung: 02.01.1991 DFF LK.; Wiederholung: 04.01.1991 DFF LK.)
Das Osterfest soll wie in den Jahren zuvor bei den Lutkis mit der ganzen Familie gefeiert werden. Dann flattert Else eine Einladung ins Haus, die ihr sehr schmeichelt: sie soll ihr Dorf bei einem Kochwettbewerb in der Tschechoslowakei vertreten! Wenn sie dahin fährt, kann sie allerdings über Ostern nicht bei den ihren sein, und Hans müsste die Kinder allein betreuen. Doch Hans hat diese Zeit selbst schon anders verplant, denn er möchte zu seiner Freundin Regina (Viola Schweizer) nach Berlin fahren, wovon seine Mutter allerdings noch nichts wusste.
Letztlich erscheint Regina auf den Eichenhof der Lutkis und will sich gern um die beiden Kinder kümmern. Das wiederum gefällt der “Großen”, Sabine, gar nicht, sie will Regina nicht als “Stiefmutter”. Also überlegt sie, wie sie die unerwünschte Person wieder los werden könnte.
Bei all dem Trubel merkt keiner so richtig, dass er Uroma Anna gar nicht gut geht, denn ihr Augenlicht hat sich zusehends verschlechtert. Allerdings wehrt sie alle gut gemeinten Ratschläge ab, ob dieser Sache einen Arzt aufzusuchen. Dann aber stützt sie so unglücklich, dass sie sich einer Operation unterziehen muss.

6. “Kindertraum” (Erstausstrahlung: 09.01.1991 DFF LK.; Wiederholung: 10.01.1991 DFF LK.)
Trotz der österlichen Turbulenzen will Hans nun “klar Schiff” machen und mit seiner Freundin auf dem Eichenhof zusammenleben, zur Not auch gegen den Willen seiner Tochter und den seiner Mutter. Unabhängig davon flirtet er mit der Erzieherin einer Gruppe von Heimkindern, die sich auf dem Eichenhof aufhalten. Sein Verhalten befremdet sowohl Sabine als auch Regina, was zumindest ein wenig zur Annäherung der beiden führt.
Gerda (Angelika Ritter), die Schwester von Hans, und ihr Mann können selbst keine Kinder bekommen. Über Jahre hinweg wünschten sie sich, ein Kleinkind zu adoptieren, was sich aber nie ergeben hatte. Nun hat es ihnen eines der Heimkinder angetan, nämlich der zurückhaltende, stille Dirk (Andreas Franke). Die Herzlichkeit der Leute vom Eichenhof tut ihm sehr gut, und für ihn ist hier alles neu und aufregend, so dass er am liebsten vor Ort bleiben möchte. Und auch Gerda und Dieter sind nicht abgeneigt, den Jungen bei sich aufzunehmen. Just in diese Überlegungen hinein platzt die Nachricht, dass sie jetzt einen Säugling adoptieren könnten. So stehen die Eheleute vor einer sehr schweren Entscheidung.

7. “Späte Liebe” (Erstausstrahlung: 16.01.1991 DFF LK.; Wiederholung: 17.01.1991 DFF LK.)
Vor vielen Jahren hatten sich Anna und Richard (Rudolf Asmus) kennen gelernt. Anna war in ihn verliebt, aber sie entschied sich trotzdem für den solideren Max, und er verließ die Heimat und ging für viele Jahre in die USA. Nun kehrt er besuchsweise in seine frühere Heimat Spreewald zurück und sieht zunächst, wie viel sich hier geändert hat. Doch die Liebe zwischen den beiden ist wohl bis auf diesen Tag der Wiederbegegnung erhalten geblieben. Richard macht Anna einen Heiratsantrag und bittet sie, mit ihm nach Amerika zu gehen - eine schwere Entscheidung!

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