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MÖRDER, DER (DDR-TV) (1976)

Ein Fernsehfilm nach der Erzählung “Die Ursache” von Leonhard Frank

Foto: Waltraut Denger; “FF dabei”, Nr. 29/1976, Seite 17; im Bild: Jürgen Reuter

Foto: Waltraut Denger; “FF dabei”, Nr. 29/1976, Seite 17; im Bild: Jürgen Reuter

Autor (literarische Vorlage): Leonhard Frank
Dramaturgie: Ellen-Maria Jäger
Szenenbild: Albrecht Langenbeck
Kostüme: Eva Sickert
Kamera: Adam Pöpperl
Regie: Jurij Kramer

Personen und ihre Darsteller:

Mörder (Jürgen Reuter), Lehrer (Norbert Christian), Mutter (Doris Thalmer), Straßenmädchen (Jenny Gröllmann), Zimmerherr (Günter Junghans), Wirtin (Hanna Rieger), Staatsanwalt (Volkmar Kleinert), Verteidiger (Klaus Manchen), Vorsitzender (Berthold Schulze).

Weitere Darsteller:

Walter Lendrich, Hermann Hiesgen, Heinrich Schramm, Walter Martin, Georg Helge, Arnim Mühlstädt, Lieselott Baumgarten, Siegfried Seibt.

Sendedaten:

13.07.1976 I. PR. Erstausstrahlung

Inhalt:

Dieser Fernsehfilm basierte auf der Erzählung “Die Ursache”, die der deutsche Schriftsteller Leonhard Frank (!882-1961) verfasste und in der er eine eindeutige Stellungnahme gegen die Todesstrafe bezog.
Im Mittelpunkt der literarischen Vorlage von Frank steht der erfolgs- und vermögenslose Schriftsteller Anton Seiler (Jürgen Reuter), der in seinem bisherigen Leben fortlaufend von einem Kindheitstrauma geprägt wurde: während eines Schulausflugs war er von einem strengen Lehrer namens Mager (Norbert Christian) ob eines Unfugs in schlimmer Weise diszipliniert worden. Als erwachsener Mann hatte Seiler seinen Heimatort verlassen; bis dato hatte er zwei Mal den Versuch unternommen, sich mit dem “Verbrecher an seiner Seele” auszusöhnen und entschuldigende Worte vom selbigen zu empfangen. Die Versuche schlugen fehl, und nun betritt der Mann dann doch das Zimmer des Lehrers und findet ihn beim Korrigieren von Klassenarbeiten vor. Ärger und Wut äußert der Erzieher dabei. Und als noch zwei seiner jetzigen Schüler dazukommen, lässt er seinem Frust in der Weise freien Lauf, in dem er dem Kleineren der Kinder eine Schelle verabreicht. Seiler durchlebt im Anblick dessen noch einmal die Demütigung aus seiner eigenen Kindheit; das Maß ist voll, er rastet vollkommen aus und erwürgt “seinen” Lehrer Mager.
Die Tat wird vor einem Geschworenengericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft fordert wegen dieses Mords die Höchststrafe für Seiler. Dieser aber kann mit seinen Ausführungen zumindest einen der Geschworenen, den Einäugigen, von seiner Unschuld - in Anbetracht der Umstände, wie es zu diesem Mord kam - überzeugen. Letztlich wird Seiler doch zum Tode durch Enthauptung verurteilt.
Eine Zeit später wird sich der Einäugige bewusst, dass er sich während des Strafprozesses hätte stärker für Seiler einsetzen müssen. Diese Erkenntnis führt ihn in einen Zustand tiefen Bedauerns und Bekümmert seins, der sich noch stärker im Gespräch mit Seilers Mutter ausprägt. Der Einäugige sieht in dieser prekären Situation keinen anderen Ausweg, als Selbstmord zu begehen. Der Dichter Anton Seiler, so die Schlussszene, wird im Hof eines Gefängnisses enthauptet.

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