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GUTEN MORGEN, DU SCHÖNE: SUSANNE/GUDRUN/ANGELA (1978)

Literaturverfilmung des DDR-Fernsehens nach dem gleichnamigen Werk von Maxi Wander

Szenarium: Hans-Werner Honert
Dramaturgie: Dr. Sonja Kühne
Szenenbild: Christa Köppen
Schnitt: Margrit Schulz
Kamera: Manfred Petrick
Regie: Hans-Werner Honert

Personen und ihre Darsteller:

Susanne (Frauke Poolman), Gudrun (Elke Drechsler), Angela (Christine Reinhold).

Sendedaten:

24.06.1990 I. PR. Erstausstrahlung

Inhalt:

Das bedeutendste Werk der österreichischen Schriftstellerin Maxi Wander (1933-1977) erschien im Jahre 1977 im Berliner Buchverlag “Der Morgen” und trug den Titel “Guten Morgen, Du Schöne. Protokolle nach Tonband”. Im Vorfeld zu dieser Edition hatte die Autorin Frauen aus der DDR, die unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Alters waren, zu ihren Alltagserfahrungen, Befindlichkeiten und Wünschen befragt. Sie ordnete diese Materialien und brachte sie in eine monologisch-literarische Form. Es entstanden Lebensporträts von Frauen im Alter von 16 bis 92 Jahren, die von den Sehnsüchten derjenigen zeugten, aber auch von ihrem Reifeprozess auf Basis ihrer Lebenserfahrungen, und es wurden Möglichkeiten der Selbstverwirklichung aufgezeigt. In dem die Frauen zu Themen wie Familie, Männer, Arbeit, Gefühle und Sexualität sprachen, äußerten sie mehr oder wenige auch ihre Meinung zur Frage, ob ihre Art zu leben die richtige ist. Das Ganze erfolgte in einer für DDR-Maßstäbe ungewohnten kritischen Art und Weise. In die Literaturgeschichte ist Maxi Wander mit diesem Werk als Meisterin der so genannten Protokollliteratur eingegangen. Das Buch wurde zur Zeit seines Erscheinens in der DDR und der BRD gleichermaßen populär.
Im Jahre 1978 hatte eine Bühnenfassung dieses literarischen Werks am Deutschen Theater in Berlin Premiere.
Das DDR-Fernsehen produzierte auf Grundlage von “Guten Morgen, Du Schöne” sieben TV-Produktionen, wobei die Folge 1 1978 erarbeitet wurde, aber Aufführungsverbot erhielt und deshalb erst nach der Wende gezeigt werden konnte (Regie: Hans-Werner Honert). Die Folgen 2-4 liefen im November 1979, die Folgen 5-7 im März/April 1980.

Zur Folge 1: “Guten Morgen, Du Schöne: Susanne/Gudrun/Angela”
Die 1978 produzierte erste Verfilmung zu Maxis Wanders Werk durfte wegen der Ehrlichkeit der Monologe, ihrer (von den SED-Funktionären ungewollten) Realitätsnahe in diesen und den darauf folgende Jahren nicht ausgestrahlt werden; erst am 24. Juni 1990, also rund ein halbes Jahr nach der politischen Wende in der DDR, war sie im Programm DFF I zu sehen.
Eine der hier porträtierten Frauen ist Angela (Christine Reinhold), 21 Jahre alt und von Beruf Bibliothekarin. Sie spricht Klartext und meint: “Ich kann nicht so leben, wie ich es möchte!” Das liege an ihren Eltern, die dies zu verhindern wüssten. Überall sähen sie Gefahren und Fallen für ihre Tochter. Und auf die Mutter müsse sie auch Rücksicht nehmen wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit. Ansonsten gilt nur eines in der Familie als das alles Entscheidende: der Wille des Vaters - womit nicht nur der biologische gemeint war, sondern auch “Vater Staat” oder die Partei, die für sich bestimmt hatte, immer recht zu haben, was sie sogar in der Verfassung des Staates DDR niedergeschrieben hatte.
Die anderen beiden Frauen, die hier vorgestellt werden, sind Gudrun (Elke Drechsler), eine 18jährige Abiturientin, und Susanne (Frauke Poolman), 16 Jahre Schülerin. Auch diese beiden artikulierten sich in ähnlicher Weise, dass es ihnen verwehrt bleibe, sich selbst auszuprobieren, dass sie nicht einverstanden sind mit der absolut richtigen, fix und fertig vorgesetzten geistigen “Kost”, die jeder ohne Kritik zu konsumieren habe. Und dass die Erwachsenen in Anbetracht der bestehenden Verhältnisse von einer Art Doppelzüngigkeit befallen sind, ist zudem negativ zu beurteilen.
Werner Honert hatte zur Besetzung dieser drei weiblichen Rollen bewusst auf eine Laiendarstellerin und zwei Schauspielschülerinnen gesetzt, um eine unverstellte Sicht auf die genannte Problematik zu offerieren.

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