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SACHSENS GLANZ UND PREUSSENS GLORIA. BRÜHL/AUS DEM SIEBENJÄHRIGEN KRIEG (TEILE 3 BIS 6) (1984)

Ein vierteiliger Film des DDR-Fernsehens nach Motiven des Romanzyklus “Aus der Sachsenzeit” von J.I. Kraszewski

Szenarium: Albrecht Börner
Dramaturgie: Erika Emuth
Szenenbild: Gerhard Helwig
Kostüme: Ursula Strumpf
Musik: Karl-Ernst Sasse
Kamera: Horst Hardt
Produktionsleitung: Horst Dau
Aufnahmeleitung: Heinz Walter
Drehbuch und Regie: Hans-Joachim Kasprzik

Personen und ihre Darsteller:

Graf Heinrich von Brühl (Ezard Haußmann), Graf Josef von Sulkowski (Gunter Schoß), Kurfürst August III. von Sachsen (Rolf Hoppe), Maria Josepha, Frau Augusts III. (Irma Münch), Komtesse Franziska von Kolowrath/später Gräfin von Brühl (Jitka Molavcova; DS: Heide Gebauer), Gräfin Kolowrath, Oberhofmeisterin (Marta Rafael), Rat Hennicke (Eberhard Esche), Pater Guarini (Volkmar Kleinert), Graf Christian von Watzdorf (Hanns-Jörn Weber), Gräfin Friederike von Moszynska (Monika Woytowicz), Advocat Ludovici (Hannes Fischer), Rat Mentzel (Leon Niemczyk), General Graf von Rutowski (Stefan Lisewski), Rat Globig (Hannes Stelzer), Druckereibesitzer Erroll (Bruno Carstens), Graf von Mitrowitsch, Österreichischer Gesandter (Gerd-Michael Henneberg), Faustina Bordoni, Operndiva (Marita Böhme), Johann Adolf Haase, Kompositeur (Harald Halgardt), Nuntius (Gerd Staiger), Graf von Moszynski (Lubomir Kostelka), Sängerin Theresa Albuzzi (Gianina Gilge), Gräfin von Sulkowska (Regine Albrecht), Kommandant der Festung Königstein (Harald Warmbrunn), Kardinal Johannes Lipski (Rudolf Danda), Oberst Rosen (Wilfried Ortmann), General von Baudissin (Hans Heinrich Gülzow), Heeresintendant von Vieth (Christoph Engel), Bankier Behrend-Lehmann (Hans-Dieter Schlegel), junger polnischer Adliger (Roland Seidler), Max de Simonis (Ernst Meincke), Xaver Maslowski (Antonin Prochazka; DS: Roman Kaminski), Friedrich II.. König von Preußen (Arno Wyzniewski), Baroness Pepita von Nostitz (Ulrike Kunze), Gräfin von Notsitz (Marion van de Kamp), Gräfin von Camas (Marga Legal), Fredersdorf (Joachim Tomaschewsky), Major von Wangenheim (Willi Schrade), General Wylich (Helmut Schellhardt), Leutnant von Mistitz (Giso Weißbach), Oberst von Bredow (Günter Rüger), Bequelin (Lothar Bauerfeld), Frau von Vieth (Sina Fiedler), Kammerdiener Glasbau (Harry Merkel), Oberst Königsegg (Helmut Schreiber), Page Berlepsch (Andrej Hoffmann), Johann Friedrich Dinglinger (ernst Forstreuter), Storch (Bernd Hanke), Frosch (Walter Herrmann), Zofe bei Gräfin Moszynska (Simone Pfennig), Madame Mitrowitsch (Barbara Römhild-Wandelt), Oberhofmeister Löwendahl (Werner Wieland), zwei Offiziere (Wolfgang Gorks/Rudolf Woschik), vier Hofdamen (Margitta Preil/Dagmar Henkel/Monika Apelt/Ilona Pommer), Mann mit Hut (Werner Gaertner), Büttel (Rupert Ritzi), Wachsoldat (Harry Görler), Direktor der Meißner Porzellan-Manufaktur (Heinz-Karl Konrad), Folterknecht/Königstein (Martin Angermann), dummer August (Günter Richter), Kavallier/preußischer Artilleriehauptmann (Eberhardt Wintzen), Kämmerer bei Brühl (Gerd Mardeck), Sänger (Will Erdmann), schwedischer Gesandter ( Günther Brill), französischer Gesandter (Peter Leder), russischer Gesandter/Tänzer (Harald Engelmann), korpulenter Riemer (Willi Neuenhahn), Schauspielerin Rosalie (Sanije Torka), Bote des Königs (Peter Pauli), Maler Mengs (Herbert Manz), Maler Dietrich (Eckhard Bilz), Maler Hamilton (Hans-Jochen Röhrig), Architekt Knöffel (Franz Viehmann), preußischer Kurier (Jan Mahr), Sekretär/Jäger (Joachim Pape), drei Sekretäre (Roland Kuchenbuch/Detlef Bierstedt/Michael Dejak), zwei sächsische Dragoneroffiziere (Hans-Eberhard Gäbel/Jürgen Polzin), preußischer Deserteur (Andreas Albert), Geistlicher (Hans Feldner), alter Conrad (Hans-Joachim Entrich), zwei Mitverschworene (Petr Skarke/Peter Sippach), Dragonerleutnant (Roland May), Adjutant bei General Wylich (Johannes Baaske), preußischer Offizier (Dietrich Schulz), Bote der Gräfin Nostitz/Preußischer Offizier (André Beyer), zwei preußische Wachsoldaten (Detlef Plath/André Hiller), Lakai (Rudolf Wolf), Arzt (Curt W. Franke), zwei preußische Wachoffiziere (Sepp Klose/Roland Kache), preußischer Sergeant (Martin Swodenk), zwei preußische Soldaten (Wolfgang Adam/Detlef Lux), Chronist (Walter Niklaus) sowie Petr Jakl und Jaroslav Tomsa, Kaskadeure vom Filmstudio Barrandov.

Sendedaten:

Teil 3 (“Brühl, Teil 1): 20.12.1985 I. PR. Erstausstrahlung; 21.12.1985 I. PR. WDHL; 05.01.1988 II. PR. WDHL; 09.10.1991 LK DFF WDHL.
Teil 4 (“Brühl, Teil 2): 22.12.1985 I. PR. Erstausstrahlung; 23.12.1985 I. PR. WDHL; 09.01.1988 II. PR. WDHL; 16.10.1991 LK DFF WDHL.
Teil 5 (“Aus dem Siebenjährigen Kriege” (1): 25.12.1985 I. PR. Erstausstrahlung; 27.12.1985 I. PR. WDHL; 12.01.1988 II. PR. WDHL; 23.10.1991 LK DFF WDHL
Teil 6 (“Aus dem Siebenjährigen Krieg” (2): 27.12.1985 I. PR. Erstausstrahlung; 28.12.1985 I. PR. WDHL; 16.01.1988 II. PR. WDHL; 30.10.1991 LK DFF WDHL
Im BRD-Fernsehen (SFB/WDR/NDR): 04.-15.03.1987 WDHL 4 Teile

Inhalt:

“Sachsens Glanz und Preußens Gloria” war ein insgesamt sechsteiliger Film des DDR-Fernsehens, der auf der Grundlage historischer Ereignisse in den Jahren 1697 bis 1763 mit hohem Aufwand produziert wurde. Die Qualität der Ausstattung und die Anzahl der Darsteller und Protagonisten übertraf wohl alles, was es vorher an Eigenproduktionen des Fernsehens der DDR gab.
In den Jahren 1983 und 1984 wurden dabei die - vom historischen Ablauf her - Teile drei bis sechs gedreht, wobei man die Teile drei und vier (“Brühl: Die große Karriere” und “Brühl: Der Zweikampf”) nochmals zu einem Zweiteiler zusammenfassen kann; in der Weise gehören auch die Teile fünf und sechs als Zweiteiler zusammen (“Aus dem Siebenjährigen Krieg (1)” und “Aus dem Siebenjährigen Krieg (2)”). Die ersten beiden Teile mit den Titeln “Gräfin Corel (1)” und “Gräfin Corel (2)” wurden erst 1987 fertig gestellt und auch erst im Dezember 1987 zur Ausstrahlung gebracht, während die anderen, schon erwähnte Zweiteiler, im Zeitraum vom 20. bis zum 27.12.1985 präsentiert wurden.
Die einzelnen Szenen und Episoden wurden vielfach an Originalschauplätzen oder an historisch ähnlichen Orten abgedreht, hierbei herausragend in oder um Dresden.
Als literarische Vorlage für “Sachsens Glanz und Preußens Gloria” dienten drei Romane des polnischen Schriftstellers Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887), die auch als “Sachsentrilogie” bekannt wurden. Die Vorlagen dieses Autors enthielten viele Details, wichen aber in mancher Hinsicht auch von den realen historischen Geschehnissen ab. Bei der Erstellung der Drehbücher für den Sechsteiler wurde der Stoff insgesamt stark gestrafft und auch geändert, so dass man von einer “freien Gestaltung” nach Romanmotiven sprechen sollte.

“Brühl”
Graf Brühl (Ezard Haußmann) ist eine beeindruckende Persönlichkeit zur Zeit August des Starken und der seines Nachfolgers, August III. (Rolf Hoppe). Brühl ist charmant, hat ein freundliches Lächeln für jedermann und zeichnet sich nicht zuletzt durch seine Hilfsbereitschaft aus. Als August der Starke verstirbt, tritt dessen Sohn, August III., die Nachfolge an. Es sollte eine Zeit beginnen, in der fähige Köpfe am Dresdner Hof eine Chance haben.
August III. hat offenbar wenig Ehrgeiz, was das Regieren anbetrifft. Doch zum ersten Minister wird nicht Graf von Brühl ernannt, sondern Graf von Sulkowski (Gunter Schoß), ein Jugendfreund August III. Doch nicht nur in dieser Angelegenheit gehen Brühls Hoffnungen nicht in Erfüllung. Die schöne junge Tochter der Oberhofmeisterin (Marta Rafael), die die Kurfürstin als Braut für Brühl auserwählt hat, gibt ihre Zusage zur Eheschließung unter der Bedingung, dass sie mit Brühl eine rein formale Ehe führt. Ihr Herz und ihre Liebe gehören einem anderen Mann.
Doch die Zeit schreitet voran, und um die Macht am Dresdner Hof kann man kämpfen. Hierzu setzt Brühl seinen Scharfsinn ein, hat in der Kurfürstin eine Verbündete und nutzt die Informationen seiner Zuträger.
August III. wird, wie einst sein Vater, zum König von Polen gekrönt. Er legt großen Wert darauf, dass die Krönungszeremonie abläuft wie die August des Starken. Doch an seinem Hofe herrscht Unruhe im Hintergrund; darüber informiert ihn die Kurfürstin, und Beichtvater Guarini (Volkmar Kleinert) kritisiert das Auftreten des ersten Ministers Sulkowski, das nach seiner Meinung zu anmaßend ausfällt. In dieser Situation scheint Brühl der einzige wahre Freund August III. zu sein. Doch bei einem entscheidenden Punkt agiert Seine Majestät - heimlich - gegen Brühl.
Letztlich aber sieht sich August III. gezwungen, Sulkowski zu entlassen und zu verbannen. So ist der Aufstieg von Brühl unausweichlich.

“Aus dem Siebenjährigen Krieg”
Die junge Adlige Pepita von Nostitz (Ulrike Kunze) wuchs in einem preußenfreundlichen Haus heran und ist auch mit einem preußischen Offizier verlobt. Sie wurde zudem zur Hofdame der sächsischen Kurfürstin und Königin von Polen (Irma Münch) ernannt.
Im Hause von Pepitas Tante (Marion van de Kamp) werden Zweifel an der Sorgfalt der sächsischen Politik diskutiert; je intensiver diese Dinge geäußert werden, um so mehr erwachen bei Pepita patriotische Gefühle. Sie ist beunruhigt, dass sich das Haus ihrer Tante zu einem Dreh- und Angelpunkt von Ideen und Aktivitäten entwickelt, die sie beunruhigen.
In den Blickpunkt rückt dann der Schweizer Max de Simonis (Ernst Meincke), der mit Empfehlungen aus Preußens Sanssouci an den Dresdner Hof gereist ist und sich mit aller Kraft bemüht, einen Posten als Sekretär beim ersten Minister, dem Grafen von Brühl (Ezard Haußmann), zu erlangen.
Dann marschieren die Preußen in Sachsen ein. Das Hauptquartier Friedrich des II. von Preußen (Arno Wyzniewski) befindet sich in Großsedlitz bei Dresden. Beschämend für ganz Sachsen ist, dass die sächsische Armee keinen Widerstand gegen die anrückenden Preußen geleistet hat. Kampflos wurde Dresden geräumt. August der III. und Graf von Brühl sind auf die Burg Königstein geflohen; pikant ist dabei, dass an diesem Ort bis dato nur Hochverräter und in Ungnade gefallene Menschen in die Verliese der Burg eingesperrt wurden. Der Dresdner weibliche Hofstadt dagegen ist in der sächsischen Metropole verblieben, angeführt von der Kurfürstin Josepha (Irma Münch). In diesem Kreis ist alles darauf gerichtet, den Preußenkönig zu vernichten. Da dies nicht über militärische Aktionen möglich ist, sollen Anschläge auf das Leben Friedrichs ausgeführt werden. In diese Pläne wird auch Max de Simonis einbezogen, der den König von Preußen beim Musizieren am Cembalo begleiten muss. Von Friedrich gehen zunächst keine Reaktionen aus, die anzeigen würden, ob er das doppelte Spiel seiner Gegner durchschaut.

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