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UNSICHTBARE VISIER, DAS: KING-KONG-GRIPPE (1978)

Ein Film des Fernsehens der DDR in zwei Teilen von Michel Mansfeld

Szenarium: Michel Mansfeld
Dramaturgie: Wenzel Renner
Szenenbild: Paul Lehmann/Regina Fritsche
Kostüme: Lilo Sbrzesny
Kamera: Hans-Jürgen Sasse
Musik: Walter Kubiczek
Drehbuch und Regie: Peter Hagen

Personen und ihre Darsteller:

Dr. Clemens (Horst Schulze), Kundschafter Alexander (Jürgen Heinrich), Wendland (Helmut Schellhardt), Alois Leutwiler (Erik S. Klein), Franziska Leutwiler (Waltraut Kramm), Georgia Leutwiler (Lenka Pichlikova), Lilo Clemens (Otti Planerer), Agent George Kelly (Rolf Hoppe), CIA-Agent Wilson (Walter Niklaus), Lorna (Ewa Lemanska), Guthrie (Wolfgang Amberger), Born (Wolfgang Greese), von Wieseneck (Alfred Struwe), Jehova-Zeuge (Jiri Labus), Schulze-Mündel (Klaus Mertens), Pepper (Heinz Behrens), Smily (Michael Christian), Stone (Rudolf Christoph), Wilkinson (Werner Ehrlicher), Perelli (Kurt Goldstein), Roloff (Peter Groeger), Mellentin (Wolfgang Lohse), Person (Hans Lucke), Mädchen im Bungalow (Ingrid Sandig), Bürgermeister Häberle (Horst Schäfer), Hauptfeldwebel (Hans-Dieter Schlegel), Zigarrenraucher (Mario Turra), Georgias Freundin (Karin Boyd), Sekretär (Jörg Knochée), Kraft (Hans Grzesczak), Saltern (Peter Sippach), Heintze (Christoph Engel), Fahrer Hebarmann (Rudolf Wolf), MAD-Mann (Toni Hertl), Modell (Clarissa Freistedt), Pfarrer Krummholz (Victor Keune), Schneider (Hans-Joachim Engelmann), Frau Schulze-Münnel (Ursula Virgens), Frau Häberle (Brigitte Riemann).

Sendedaten:

Teil 1: 15.12.1978 I. PR. Erstausstrahlung; 16.12.1978 I. PR. WDHL; 25.07.1989 II. PR. Wiederholung
Teil 2: 17.12.1978 I. PR. Erstausstrahlung; 18.12.1978 I. PR. WDHL; 27.07.1989 II. PR. Wiederholung

Inhalt:

“Das unsichtbare Visier” war eine mehrteilige Fernsehfilmserie, die in den Jahren 1973 bis 1979 in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit produziert wurde. Immer wieder war es eine Mischung aus Abenteuer- und Spionageserie, oftmals mit attraktiven Landschaftsbildern oder Silhouetten westlicher Städte kombiniert. Dazu wurde in den Folgen von 1973 bis 1976 ein filmischer Sympathieträger mit dem populären Armin Mueller-Stahl in den Fokus der Ereignisse gerückt, der im Film “Sieben Augen hat der Pfau” (1976) aber “aus Sicherheitsgründen” nach Ostberlin zurückkehrte und sich damit vom “Unsichtbaren Visier” verabschiedete. Hintergrund dieser “Verabschiedung” war wohl eher die Beteiligung von Armin Mueller-Stahl am Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann, womit er bei den SED-Verantwortlichen beim Fernsehen und nicht nur hier in Ungnade gefallen war.
So übertrug man ab 1977 Horst Schulze die Hauptrolle in dieser Filmreihe, der als Stasi-Mann Dr. Clemens zusammen mit Martin Tanner (Gunter Schoß) und Felicitas Eichhofer (Marion van de Kamp) wichtige Erfolge “für die Sache des Sozialismus” erzielen konnte.
Zur guten Zuschauerresonanz trug auch die Musik von Walter Kubiczek, angelehnt an den westlichen Disco-Sound der 70er Jahre, bei. Trotzdem: letztlich waren diese einzelnen TV-Produktionen innerhalb des “Unsichtbaren Visiers” nicht schlechthin Unterhaltungsfilme, sondern politisch motivierte Arbeiten, die zum einen das Image des DDR-Geheimdienstes bei der Bevölkerung verbessern sollte, zum anderen war es eine gute Gelegenheit, anhand der Erfolge der Stasi-Mitarbeiter und des ständigen Versagens der Leute westlicher Geheimdienste die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus zu dokumentieren. Westdeutschland bzw. die BRD wurden in der Hinsicht als generell korruptes, Menschen verachtendes und nur am Profit orientiertes System offeriert, das zudem durch und durch von Alt-Nazis durchdrungen war.
Der Hauptheld Bredebusch alias Detjen ist insofern ein Agent des Friedens, der sich hervorragend auf dem internationalen und damit auch westdeutschen Parkett bewegt. Er kann aber auch der hemdsärmelige Kumpel sein, der die Gesellschaft einfacher Menschen braucht und genießt. Auf ähnliche “Eigenschaften” konnten auch seine ihm nachfolgenden “Genossen” verweisen.
Die DDR selbst kommt in den einzelnen Filmen kaum vor, allerdings vordergründig die MfS-Leute, die sich in jeder Situation und an jedem Ort des Westens bei der Realisierung ihrer Aufträge durchsetzen und anscheinend unbesiegbar sind, weil sie für die Sache des überlegenen Gesellschaftssystems stehen.

“King-Kong-Grippe”
Brisantes Thema dieses zweiteiligen Films aus der Kundschafterreihe “Das unsichtbare Visier” ist die streng geheim enthaltene Entwicklung von chemischen Kampfstoffen und hochpotenten Psychodrogen in den USA. Die CIA geht gerade daran, diese für die Menschen lebensbedrohlichen Präparate in den USA und an anderen Orten der Welt zu testen. Dr. Clemens (Horst Schulze) hatte auf einer Reise in die USA davon erfahren, dass man dort Bürger des Landes systematisch mit Psychodrogen infiziert, um deren Wirkungen am lebenden Objekt zu testen. Nun soll die Versuchsreihe offensichtlich auf das Territorium der BRD ausgedehnt werden, und die Bundeswehr soll entsprechende Hilfestellungen dazu erbringen.
Die Kundschaftergruppe um Dr. Clemens (Horst Schulze) versucht, die Spuren der Testreihen in der BRD aufzugreifen und der Zentrale in Ostberlin diverse Informationen zu liefern, um die gegen die Menschheit gerichteten Aktivitäten vor der Weltöffentlichkeit zu entlarven. Zur Gruppe von Dr. Clemens gesellt sich indes ein neuer Mann: es ist Alexander (Jürgen Heinrich), offiziell Innenarchitekt in Hamburg. Er wird auf den CIA-Agenten Wilson (Walter Niklaus) angesetzt, weil Clemens vermutet, dass dieser in die Tests eingebunden ist. Die CIA selbst weiht den BND nur halbherzig in ihre Pläne ein, zumindest gibt man keines der geheimen Mittel aus der Hand. Im speziellen gibt es zum einen das Präparat “KK-33”, eine Droge, die man in größeren Mengen zur Anwendung bringen kann. Die betroffenen Personen zeigen zunächst krippeähnliche Symptome; dann aber reagieren sie mit Wutausbrüchen und Aggressivität - Wilson nannte das ganze deshalb “King-Kong-Grippe”. Zum naheren haben die Amerikaner ein noch intensiveres Mittel kreiert: “KK-333”. Dieses kann nur Einzelpersonen verabreicht werden, weil die Wirkung der Droge bis zum Selbstmord des Infizierten gehen kann.
Die CIA hat nun den Plan, an einem Bundeswehrbataillon in Münster ihre Mittel testen zu lassen. So verlautet es offiziell, aber das ist auch wieder nur ein Ablenkungsmanöver der Amerikaner, mit dem auch der BND-Mann Born (Wolfgnag Greese) getäuscht werden kann. In praxi wird Wilsons Assistentin Lorna (Ewa Lemanska) beauftragt, “KK-33” in der Kleinstadt Grünreuth (Spessart) “unter die Leute” zu bringen, und als Testobjekt für “KK-333” hat man den Bauunternehmer Alois Leutwiler (Erik S. Klein) erkoren. Dieser bekommt die Droge von seinem vermeintlichen Freund George Kelly (Rolf Hoppe), einem CIA-Agenten, verabreicht. Clemens aber hatte bereits die Ehre der Bekanntschaft Kellys; nun setzt er Alexander auf diesen an, un dieser wiederum kann in Erfahrung bringen, dass man anlässlich eines Festes in Grünreuth das Weihwasser in der Kirche mit “KK-33” versetzen will, womit man zahlreiche Probanten für diesen “Test” hätte. Alexander gelingt es, Kellys Koffer aufzubrechen und zwei Tabletten mit dem Gegengift zu entnehmen.
Inzwischen sind auch Born und von Wieseneck (Alfred Struwe) der CIA auf die Schliche gekommen, was den Anschlag in Grünreuth anbetrifft. Born verfolgt dabei Lornas Spur, die auf der Flucht von einem Dach stürzt. Vorher aber hatte sie das Weihwasser schon verseucht. Zum Glück gelingt es Alexander im Zusammenspiel mit Georgia Leutwiler (Lenka Pichlikowa), das Weihwasser vor Beginn des Fests zu entsorgen, allerdings infizieren sich beide dabei mit der gefährlichen Droge. Deshalb übergibt Alexander dem Mädchen eine Tablette mit dem Gegengift. Nachdem er selbst die Wirkungen von “KK-33” überstanden hat, ohne das Gegenmittel zu nehmen, schickt er die zweite Gegen-Tablette nach Ostberlin zur Stasizentrale.
Dagegen kommt “KK-333” bei Leutwiler total zur Wirkung: der ruinierte Unternehmer sprengt sich mittels Dynamit auf dem Gelände seines Steinbruchs in die Luft, wobei er gleich noch das Drogenreservoir der Bundeswehr mit vernichtet, weil sich dieses in der Burg oberhalb der Kleinstadt befand.

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