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UNSICHTBARE VISIER, DAS: INSEL DES TODES (1979)

Ein Film des Fernsehens der DDR in zwei Teilen von Michel Mansfeld

Szenarium: Michel Mansfeld
Dramaturgie: Wenzel Renner
Szenenbild: Paul Lehmann/Lothar Bunge
Kostüme: Ursula Strumpf
Kamera: Hans-Jürgen Sasse
Musik: Walter Kubiczek
Regie: Peter Hagen

Personen und ihre Darsteller:

Dr. Arnold Clemens (Horst Schulze), Winnie Winkelmann (Jessy Rameik), Kundschafter Alexander (Jürgen Heinrich), Marcel Laffitte (Karol Strasburger), Lorraine Laffitte (Silvia Rangelowa), Don Salvatore (Gerry Wolff), Chabert (Roman Wilhelmi), Moffo (Peter Aust), Hilda Scorpio (Regine Albrecht), CIA-Agent Wilson (Walter Niklaus), Born (Wolfgang Greese), Miss Pamela/Dominique (Karin Boyd), Rudolfo Scorpio (Günther Herbrich), Lilo Clemens (Otti Planerer), von Wieseneck (Alfred Struwe), Mutter Laffitte (Gisela Morgen), Pierre Laffitte (Sveti Abrassimow), Gisella Laffitte (Juliana Tatschewa), Pacelli (Angel Stojanow), Rocco (Eckhard Bilz), Graham (Helmut Schreiber), Azzino (Peter Kalisch), Ballon (Siegfried Seibt), Allan (Peter Hladik), Mario (Jürgen Hölzel), Krakenburg (Erich Mirek), Peiter (Werner Ehrlicher), Cutari (Hans-Joachim Entrich), Barkeeper (Pedro Hebenstreit), Betti (Nikola Waltschew), Kellnerin (Heidi Goenicke), Hotelwirt Gustave (Asparuch Sariew), Lombardi (Gerd Funk), Vertreter/Padua (Franz Viehmann), Vertreter/ Genua (Günter Rüger), Vertreter/Turin (Sadegh Shabaviz), Agent (Holm Henning Freier), Sekretärin von Lombardi (Christa Pasemann), Meister Perrier (Kurt Sperling), Krankenschwester (Eva Schäfer), Chefarzt (Hans-Heinrich Gülzow), Hotelwirtin (Ostara Körner), Rossi (Thomas Wolff), Bundeswehr-Major (Hannes Stelzer), General Angelo (Hans-Ulrich Lauffer), Brigitte (Angelika Ritter), Krafft (Joachim Dittmann), Mädchen in der Bar (Rosita Schlägel/Anneliese Papke/Simone Trettin/Sabine Edenharter), Agent (Dieter Schramm), Sekretär (Paul Rendelmann), Mafioso (Peter Pieper), Choreograph (Walter Schumann), vier Tänzerinnen (Katrin Lehmann/Renate Doytcheff/Ildiko Vollner/Barbara Ebeling) sowie Martin Janev, Romina Trifonowa.

Sendedaten:

Teil 1: 14.12.1979 I. PR. Erstausstrahlung; 15.12.1979 I. PR. WDHL; 03.08.1989 II. PR. WDHL.
Teil 2: 16.12.1979 I. PR. Erstausstrahlung; 17.12.1979 I. PR. WDHL; 05.08.1989 II. PR. WDHL.

Inhalt:

“Das unsichtbare Visier” war eine mehrteilige Fernsehfilmserie, die in den Jahren 1973 bis 1979 in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit produziert wurde. Immer wieder war es eine Mischung aus Abenteuer- und Spionageserie, oftmals mit attraktiven Landschaftsbildern oder Silhouetten westlicher Städte kombiniert. Dazu wurde in den Folgen von 1973 bis 1976 ein filmischer Sympathieträger mit dem populären Armin Mueller-Stahl in den Fokus der Ereignisse gerückt, der im Film “Sieben Augen hat der Pfau” (1976) aber “aus Sicherheitsgründen” nach Ostberlin zurückkehrte und sich damit vom “Unsichtbaren Visier” verabschiedete. Hintergrund dieser “Verabschiedung” war wohl eher die Beteiligung von Armin Mueller-Stahl am Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann, womit er bei den SED-Verantwortlichen beim Fernsehen und nicht nur hier in Ungnade gefallen war.
So übertrug man ab 1977 Horst Schulze die Hauptrolle in dieser Filmreihe, der als Stasi-Mann Dr. Clemens zusammen mit Martin Tanner (Gunter Schoß) und Felicitas Eichhofer (Marion van de Kamp) wichtige Erfolge “für die Sache des Sozialismus” erzielen konnte.
Zur guten Zuschauerresonanz trug auch die Musik von Walter Kubiczek, angelehnt an den westlichen Disco-Sound der 70er Jahre, bei. Trotzdem: letztlich waren diese einzelnen TV-Produktionen innerhalb des “Unsichtbaren Visiers” nicht schlechthin Unterhaltungsfilme, sondern politisch motivierte Arbeiten, die zum einen das Image des DDR-Geheimdienstes bei der Bevölkerung verbessern sollte, zum anderen war es eine gute Gelegenheit, anhand der Erfolge der Stasi-Mitarbeiter und des ständigen Versagens der Leute westlicher Geheimdienste die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus zu dokumentieren. Westdeutschland bzw. die BRD wurden in der Hinsicht als generell korruptes, Menschen verachtendes und nur am Profit orientiertes System offeriert, das zudem durch und durch von Alt-Nazis durchdrungen war.
Der Hauptheld Bredebusch alias Detjen ist insofern ein Agent des Friedens, der sich hervorragend auf dem internationalen und damit auch westdeutschen Parkett bewegt. Er kann aber auch der hemdsärmelige Kumpel sein, der die Gesellschaft einfacher Menschen braucht und genießt. Auf ähnliche “Eigenschaften” konnten auch seine ihm nachfolgenden “Genossen” verweisen.
Die DDR selbst kommt in den einzelnen Filmen kaum vor, allerdings vordergründig die MfS-Leute, die sich in jeder Situation und an jedem Ort des Westens bei der Realisierung ihrer Aufträge durchsetzen und anscheinend unbesiegbar sind, weil sie für die Sache des überlegenen Gesellschaftssystems stehen.

“Insel des Todes”
In diesem zweiteiligen spannenden Fernsehfilm widmen sich die Kundschafter der Ministeriums für Staatssicherheit der DDR - geschart um Dr. Clemens (Horst Schulze) - einer internationalen Verschwörung; dahinter steht eine Organisation, die sich “Weltgeheimapparat der revolutionären Aktionen” nennt. Finanziell wird das Ganze im wesentlichen vom US-Geheimdienst CIA getragen, und die langfristige Zielstellung diese Verbundes besteht darin, in der Türkei, in Griechenland und in Italien Staatsstreiche zu organisieren, um die aktuellen Regierungen durch national-faschistische Kräfte zu ersetzen.
An der Spitze des Geheimapparates steht der aus Norditalien stammende Industrielle Don Salvatore (Gerry Wolff). Doch der Organisation steht Ärger ins Haus: einer seiner Rechtsanwälte, ein gewisser Lombardi (Gerd Funk), könnte sie aufliegen lassen, denn er hat mit der italienischen Staatsanwaltschaft einen Deal geschlossen, der besagt, dass er straffrei ausgeht, wenn er zur Enttarnung des faschistischen Netzwerks aktiv beiträgt und die Verstrickungen zur US-Botschaft entlarvt.
Im Angesicht dessen sehen sich CIA-Agent Wilson (Walter Niklaus) und der italienische Geheimdienstchef, General Angelo (Hans-Ullrich Lauffer), genötigt, die Lage zu Gunsten der Geheimorganisation zu bereinigen. Als es nicht gelingt, Lombardi einzuschüchtern, wird er eiskalt zum Tode befördert.
In Lombardis Büro treffen die beiden Herren auf Dr. Clemens, dessen Ansprechpartner eigentlich Lombardi war, um illegale Waffengeschäfte zwischen CIA, Bundeswehr und dem Geheimapparat auszuhandeln. Da Lombardi als Verräter enttarnt und hingerichtet wurde, setzt man nun auch Clemens der Vorsicht halber fest; er wird verschleppt und befindet sich von da an in der “Obhut” des römischen Leiters der Geheimorganisation namens Moffo (Peter Aust). Doch Clemens’ Frau (Otti Planerer) und dem Kundschafter Alexander (Jürgen Heinrich) gelingt es, ihn zu befreien. Damit ist der Weg frei, dass sich die Kundschaftergruppe des MfS mit diesen imperialistischen Machenschaften, die ein hohes internationales Ausmaß anzunehmen scheinen, weiter auseinandersetzen und detaillierte Informationen an die Zentrale in der DDR liefern kann. Bis zum Abschluss ihres Auftrag hat das Kundschafterkollektiv aber noch zahlreiche Bewährungssituationen zu bestehen, wobei auch die “Insel des Todes” eine große Rolle spielt, weil hier das Zentrum der erwähnten Geheimorganisation ihren zentralen Stützpunkt hat.

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