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SORGENKINDER (1964)

Ein Fernsehschwank von Franz Freitag

Fotos: Waltraud Denger; “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 28/1964, Seite 32

Fotos: Waltraud Denger; “Funk und Fernsehen der DDR”, Nr. 28/1964, Seite 32

Autor: Franz Freitag
Dramaturgie: Manfred Dorschan
Szenenbild: Heinz-Helmut Bruder
Musik: Rolf Kuhl
Regie: Klaus Gendries

Personen und ihre Darsteller:

Richard Rex (Jochen Thomas), Bunzel (Walter Richter-Reinick), Knicker (Kurt Rackelmann), Hella (Marita Böhme), Klaus (Klaus Bamberg), Waltraud (Vera Oeschlegel), Beate (Karin Reif), Wolfgang (Joachim Bober), Heiner (Hans-Edgar Stecher), Jutta (Helga Naujoks).

Sendedaten:

06.07.1964 Erstausstrahlung; 09.07.1964 WDHL; 28.08.1964 WDHL.

Inhalt:

Menschliche Sorgenkinder spielen in diesem Schwank von Franz Freitag eine große Rolle - “Sorgenkinder” waren zu dieser Zeit aber auch oftmals die Darbietungen des DFF, wenn es um die heitere Muse, die Komödie und den Schwank ging; die allgemeine Floskel, dass gerade im Sozialismus der Humor seine Berechtigung habe, war keine Hilfe für die Macher derartiger TV-Produktionen. Vielmehr ging es doch um “genehme” Themen, die gestaltet werden durften, und die Machart in Einheit von ideenreicher Umsetzung einer zündenden Idee und überzeugenden darstellerischen Leistungen - wobei es in der DDR an hervorragenden Mimen, die gerade in heiteren Stücken überzeugen konnten, nie gefehlt hat.
In diesem Schwank von Franz Freitag war der Ansatzpunkt ein aktuelles Problem, nämlich die Umgestaltung auf dem Lande und die Einbeziehung der Jugend in diesen Prozess. Um mit dieser Thematik die Zuschauer zum Lachen zu bringen, galt es, Konflikte und bestimmte Situationen zu überhöhen; dabei durfte die Logik durchaus einmal einen Purzelbaum schlagen, sollte dann aber wieder beidbeinig auf der Erde, nahe der Realität, landen. Nun konzentrierte sich das Geschehen in Anbetracht dessen darauf, dass der “mittelalterliche” Despotismus des Vorsitzenden (Jochen Thomas) und speziell seine abartigen Vorstellungen von “Nachwuchsplanung” den realen Forderungen der Jugend selbst unterliegen. Und ganz nebenbei ergab sich hier die Möglichkeit, auch Sachfragen der Landwirtschaft mit einzubinden, ohne dass dies aufgepfropft erschien.
Durch entsprechende Textstellen konnten menschliche Schwächen mit erheiternder Wirkung offeriert werden; so amüsierte sich der Zuschauer wohl über die Eitelkeit und dümmliche Großsprecherei des schon erwähnten “Gockels” Rex, und die Schwatzhaftigkeit des Schäfers Bunzel (Walter-Richter Reinick) als auch die demütige Fügsamkeit des Wirtes in spe Knicker (Kurt Rackelmann) ließen die Mundwinkel der Zusehenden in die richtige Richtung driften - das wären drei der besagten Beispiele erwähnenswerter komödiantischer Leistungen. Und insgesamt boten die Sorgenkinder dann eine - wenn man ein kritisches Auge zudrückt - ganz angenehme Unterhaltung mittels einen derben Spaßes.

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