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MASKERADE (1970)

Fernsehinszenierung eines Schauspiels von Michail Lermontow

Deutsche Nachdichtung und Bearbeitung: Horst Salomon
Szenenbild: Helmut Korn
Musik: Georg Katzer
Regie: Edgar Kaufmann

Personen und ihre Darsteller:

Arbenin (Otto Mellies), Nina (Renate Geißler), Fürst Swjosditsch (Klaus Bamberg), Baronesse Strahl (Vera Oelschlegel), Kasarin (Helmut Schellhardt), Strich (Horst Westphal), Unbekannter (Helmut Straßburger), Leichenbestatter (Friedrich Richter), Arzt (Harald Halgardt).

Sendedaten:

10.10.1970 II. PR. Erstausstrahlung; 06.08.1971 II. PR. WDHL; 15.07.1972 II. PR. WDHL.

Inhalt:

Michail Lermontow (1814-1841) war ein russischer Dichter und galt neben Puschkin als einer der bedeutenden Vertreter der romantischen Literatur in Russland. Das Schauspiel “Maskerade” erschien im Jahre 1835, also zehn Jahre nach dem so genannten Dekabristenaufstand, während dessen sich adlige Offiziere gegen Despotismus und Willkür gewandt hatten. Lermontow hegte große Sympathien für diese Bewegung und empfand zugleich eine große Abneigung gegen das blutige Strafgericht Nikolaus I., das der Zar gegen diese Bewegung walten ließ.
“Maskerade” ist ein exzellentes Spiel um eine - oberflächlich betrachtet - bedeutungslose Liebesintrige; doch das Stück bot weit mehr. Es zeigt ein wahres Bild der damaligen russischen Aristokratie, zynisch, überlebt, haltlos. Und es offeriert so viel Schmerz und provoziertes Aufbegehren gegen eine Gesellschaft, in der kein humanistisches Lebensideal zu verwirklichen ist.
In den Mittelpunkt seines Schauspiels stellt Lermontow die Figur des Arbenin (Otto Mellies), ein Meisterspieler, der durch Spekulationen und Skrupellosigkeiten reich geworden ist; für ihn liegt das Glück in den Karten, und das Leben ist für ihn ein Kartenhaus. Doch gerade am Spieltisch, durch Intrigen bei geldaufwändigen Bällen und durch Gerüchtemacherei werden Menschenleben und Existenzen ausgelöscht. Im Spiel aber hatte Arbenin Erfolg, hatte alles erreicht. Nun erlebt er ein neues Glücksgefühl mit der Liebe seiner jungen Frau Nina (Renate Geißler). Doch dann wendet sich das Schicksal: eine Verwechslung auf einem Maskenball führt Arbenin dazu, dass seine Eifersucht hohe Wellen schlägt; dies führt ihn in eine Extremsituation, wo er Nina tötet und selbst den Verstand verliert. Für ihn ist das Spiel aus.
Lermontows Schauspiel wurde von der russischen Zensur wegen der gesellschaftskritischen Aussagen verboten. Er selbst nahm wie die Hauptfiguren seines Stücks ein tragisches Ende: Tod während eines Duells.

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