Autor: Walter Stranka
Dramaturgie: Gerhard Jarolim
Szenenbild: Manfred Glöckner
Regie: Wolf-Dieter Panse
Rudi Gerber (Harry Hindemith), Gerda, seine Tochter (Friederike Aust), Lutz (Harry Pietzsch), Gabriele (Karin Schröder), Vorsitzender (Manfred Borges), Else (Brigitte Lindenberg), Peter (Kaspar Eichel), Busse (Johannes Knittel).
03.03.1968 Erstausstrahlung; 08.04.1968 Wiederholung
Walter Stranka (1920-1993), Lyriker, Schriftsteller sowie Hörspiel- und Fernsehautor, thematisierte in dieser TV-Produktion Probleme und Schwierigkeiten von jungen Menschen in der DDR, „ resultierend aus den höheren Anforderungen, die heute und morgen jeder Ehepartner an sich und den anderen stellen muss und die mit den erhöhten Aufgaben der Gesellschaft für die nächsten Jahre in Einklang zu bringen sind.“ (vgl. „Funk und Fernsehen der DDR“, Nr. 9/1968, Seite 18).
Rudi Gerber (Harry Hindemith) ist für einige Wochen „Strohwitwer“. So begibt er sich an einem arbeitsfreien Wochenende zu seinen Kindern, der Tochter, dem Schwiegersohn und dem Enkelkind. Die Reise führt ihn in das Dorf, in dem er über zehn Jahre als Bürgermeister tätig war. Damit freut er sich auch auf Begegnungen mit alten Weggefährten und auf Neues, was sich zwischenzeitlich ereignete. Grundsätzlich hat das Dorf und haben die Bewohner eine positive Entwicklung zu verzeichnen, die Mühen der Jahre haben sich gelohnt. Und er ist auch stolz auf seine Tochter Gerda (Friederike Aust), die als Buchhalterin arbeitet, und auf den Schwiegersohn Lutz (Harry Pietzsch), der sich als Tierarzt Anerkennung verschafft hat. Beide, so ist es ihm bekannt, führen eine gute Ehe, gegründet auf gegenseitige Zuneigung und Achtung.
Deshalb ist Rudi Gerber enttäuscht und überrascht, als ihm beim Wiedersehen seine Tochter offenbart, dass sie am liebsten von hier weggehen möchte. Der Vater versucht die Ursachen dafür zu ergründen: sind es private Probleme in der Ehe, sind es Schwierigkeiten im Arbeitsalltag? Liegt ein persönliches Versagen einer einzelnen Person vor und/oder hat die Gemeinschaft der Menschen in diesem Ort nicht beachtet, dass ein Mitglied derer von Fragen und Nöten gequält wird?
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