Drehbuch: Walter Heynowski
Drehbuch-Mitarbeit: Leo Haas/Hans Oley
Kamera: Rolf Sperling
Musik: Hanns Eisler
Gesang: Oberkantor Landerer, Prag
Weitere Mitarbeiter: Werner Baron/Erich Dorn/Marianne Eckert/Adalbert
Heinze, Gerhard Karsch/Günther Maetze/Hans-Jürgen
Mittag/Otto Patocka/Bernhard Schüler-Martens/Hans-
Joachim Selle/Horst Walter
Regie: Walter Heynowski
Sprecher: Herwart Grosse und Wolfgang Heinz
20.04.1961 Erstausstrahlung; 01.06.1961 WDHL;12.07.1963 WDHL.
Der Dokumentarfilm von Walter Heynowski widmete sich der nationalsozialistischen Vergangenheit des seit 1953 als Chef des Bundeskanzleramtes tätigen Hans Josef Maria Globke (1898-1973). Selbiger war Verwaltungsjurist im preußischen und im Reichsinnenministerium und Kommentator der Nürnberger Rassengesetze in Hitlerdeutschland. Zu seinen “Werken” aus dieser Zeit zählten zum Beispiel:
“Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15. September 1935”,
“Gesetz zum Schutz der Erbgesundheit des deutschen Volkes (Ehegesundheitsgesetz),
“Gesetz zur Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 5. Januar 1938” sowie
weiterer antisemitische Verordnungen, Erlasse und Kommentare.
Globke galt in den 1950er und 1960er Jahren als das Paradebeispiel für die Kontinuität der Verwaltungseliten zwischen Nazideutschland und der BRD. Mit seiner Berufung zum Chef des Bundeskanzleramtes galt er als “graue Eminenz” von Bundeskanzler Adenauer.
In der DDR wurde Globke als intellektueller Mörder von mehr als 6 Millionen Menschen angesehen, er galt als Komplize und Zutreiber des berüchtigten Faschisten Eichmann.
Die Macher dieser TV-Produktion hatten im Vorfeld der Produktion derer etwa 4000 Dokumente aus verschiedenen Ländern gesichtet; dies wie die eindringliche Gestaltung des Films sollten ein Aufruf sein, dass Globke von seiner Funktion in der BRD entbunden und vor ein Gericht gestellt wird.
© 2009 - 25 fernsehenderddr.de | Lianne Flieher | Layout, HTML/CSS: MEHRBLICK, Matthias Ehrhardt. Programmierung, CMS: MEDIENKÖPFCHEN, Tino Riedel.