Ausstattung: Ulrich Schreiber
Kamera: Herbert Franke
Fernsehregie: Margot Thyrêt
Inszenierung: Christoph Schroth
Barbara Bachmann, Brigitte Peters, Bärbel Röhl, Lore Tappe, Gisela Wächter, Sylvester Groth, Ekkehard Hahn, Matthias Hummitzsch, Peer Jäger, Heinz Kamm, Rudolf Koloc, Horst Kotterba, Wolf-Dieter Lingk, Uwe Manske, Herbert Olschok, Horst Rehberg, Hartmut Schreier, Hans-Jürgen Wildgrube und andere.
27.09.1980 II. PR. Erstausstrahlung
Das Stück “Italienische Nacht” des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth (1901-1938) wurde am 20. März 1931 am Theater am Schiffbauerdamm in Berlin uraufgeführt. Das Fernsehen der DDR präsentierte das Volksstück in einer Inszenierung des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin.
Die Handlung offerierte Geschehnisse aus dem Jahr 1930 in einer süddeutschen Kleinstadt. Horváth stellt zwei sich feindlich gesinnte politische Gruppierungen in den Fokus: zum einen die “Republikaner”, eigentlich die Sozialdemokraten bzw. die Linken insgesamt, die intern unterschiedliche Ziele verfolgen und sich damit zersplittern; zum anderen sind es die Rechten, die Faschisten, die in den unruhigen Zeiten um 1930 großen Zulauf zu verzeichnen haben.
In ihrem Stammlokal feiern der Stadtrat und Mitglieder des republikanischen Schutzverbands die “Italienische Nacht”; Unmassen an Bier rinnen die Kehlen hinab. Doch draußen, vor dem Zaun des Wirtshausgartens, begeben sich die Faschisten in ihre Positionen, um die Gesellschaft drinnen zu überfallen. Dem jungen Arbeiter Martin und seinen Freunden gelingt es zum Glück, den Angriff abzuwehren und zu zerschlagen.
In Folge dieses Ereignisses kommt der Stadtrat in Verkennung der realistischen Gefahren, die von den Rechten ausgehen, zum Fazit, dass von einer akuten Bedrohung der Demokratie im Lande nicht die Rede sein kann. Drei Jahre später wurde den mit politischer Blindheit beschlagenen “Demokraten” die Rechnung präsentiert: Hitler kommt an die Macht und installiert eine faschistische Diktatur; noch sechs Jahre später beginnt der Zweite Weltkrieg mit verheerenden Folgen für Millionen von Menschen.
Das BRD-Fernsehen hatte das Stück bereits 1966 inszeniert und zeigte es am 17. März dieses Jahres mit bekannten Darstellern wie Oskar Sima, Jane Tilden und Hans Clarin.
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