Produktion: Euro International Films (Rom), Lifeguard Productions Ltd. (London), 1973
Drehbuch: Damiano Damiani, Fabrizio Onofri, Audrey Nohra
Regie: Damiano Damiani
Kamera: Mario Vulpiani
Musik: Ennio Morricone
Glenda Jackson (Schwester Geraldine), Claudio Cassinelli (Rodolfo), Lisa Harrow (Emily), Adolfo Celi (Vater Borelli), Arnoldo Foa (Monsignore Polacco Badensky), Rolf Tassna (Monsignore Meitner), Duilio Del Prete (Monsignore Salvi), Gabriele Lavia (Prinz Ottavio), Francisco Rabal (Bischof Marquez), Edda Feronao (Küchenhilfe), Ely Galleani (Rodolfo`s Freundin), Margherita Horowitz (Ottavios Mutter), Fabrizio Jovine (Doktor), Eleonora Morana (Schwester Chiara), Nazzareno Natale (Vater Monaldi), Enrico Ribulsi (Professor Villa), Sara Sperati (Prinzessi Alessandra Ranieri), Franz Colangeli (Priester im Esszimmer), Franca Scagnetti (Supermarkt Kundin), Lorenzo Terzon, Carla Mancini, Eugenio Bottari, Edoardo Canali
04.04.1987 I. PR. Erstausstrahlung; 27.09.1989 II. PR. WDHL; 25.06.1991 LK DFF WDHL
Ein ehemaliger polnischer Prälat sucht die Bekanntschaft eines jungen römischen Schriftstellers. Rodolfo, so heißt der Autor, soll ihm bei der Abfassung seiner Memoiren behilflich sein.
Zu diesem Zweck hat ihm der Prälat ein Zimmer in der gleichen Pension gemietet, in der auch er wohnt. Willig, als Gast die Regeln der Abgeschiedenheit zu achten, gesonnen, möglichst rasch ins normale Leben zurückzukehren, akzeptiert Rodolfo die fanatisch strenge Herrschaft von Schwester Geraldine, die dieses sonderbare Domizil hinter Klostermauern leitet. Da liegen spartanische Behausungen neben komfortablen Appartements; da speisen kirchliche Würdenträger an reicher Tafel, während die junge Wirtschaftsleiterin Emily bis zur totalen Erschöpfung fastet. Da wird dem Prinzen Ottavio ein simples Telefonat mit dem Elternhaus kategorisch verweigert und dem ehemaligen Erzbischof von Kuba die Rede verboten, sobald dieser achtungsvoll von der Heimat spricht.
Es bedarf für Rodolfo keiner kriminalistischen Fähigkeiten, um rasch dahinterzukommen: Mindestens eine Handvoll der Gäste dieses Kloster-Hotels ist nicht freiwillig hier. Ihre erbauliche Isolierung, ihre in Wahrheit verordnete Gefangenschaft, geht zurück auf Verstrickungen, die sie vor Jahren in persönlichen oder beruflichen Bereichen erfuhren.Der Freiheit beraubt - und damit der Möglichkeit zum Bekenntnis - fesselt sie eine Kette von Dogmen, Bußen und Zwängen, die sie außerstande setzt, ihr Gewissen vor der Gesellschaft offenzulegen. Rodolfo befähigt seine Liebe zu Emily und sein tiefer Abscheu vor Intoleranz und Heuchelei, dieses Gespinst zeitweise zu zerreißen. Aber er kann weder einen Selbstmord verhindern, noch seinen Auftraggeber zufriedenstellen.
Originaltitel: Il sorriso del Grande Tentatore
Weitere Informationen:
Das Lächeln des großen Verführers DDR Kinostart 16.11.1979, 109 Minuten, deutsche Fassung: DEFA-Studio, mit den Sprechern Otti Planerer, Walter Jäckel, Astrid Bless, Günter Grabbert,
Andreas Knaup, Fred Alexander, Horst Kempe, Alfred Struwe u.a. Der Film wurde in allen drei Fernsehausstrahlungen in der ungekürzten DDR Kinofassung gezeigt. Im Jahr 1985 wurde "Das Lächeln des großen Verführers" unter dem sehr treffenden Titel "Verbannt" in der BRD in geringer Stückzahl auf Video veröffentlicht.
Quelle der Informationen und des Fotos in diesem Dokumentationsblatt: Archiv Torsten Zander
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