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FLUGSTAFFEL MEINECKE - EPISODENFÜHRER (1989)

Eine siebenteilige Serie des Fernsehens der DDR

Szenarium: Heinz Helm
Dramaturgie: Werner Mühle
Kostüme: Helga Dürwald
Szenenbild: Knut Lempio
Kamera: Werner Helbig
Musik: Arnold Fritzsch
Regie: Jörg Wilbrandt/Wolfgang Münstermann

Personen und ihre Darsteller:

Kurt Meinecke (Jürgen Zartmann), Winfried Oppel (Günter Schubert), Karl Grundmann (Achim Petry), Thomas Sander (Gert-Hartmut Schreier), Wolfgang Meyer (Jens-Uwe Bogadtke), Herbert Holz (Jörg Panknin), Tietz (Holger Richter), Häsler (Bernd-Uwe Reppenhagen), Marianne Bergmann (Renate von Wangenheim), Lydia (Diana Urbank), Brigitte Meinecke (Madeleine Lierck), Hermann Brückner (Joachim Zschocke), Dr. Karschewski (Klaus Hecke), Appelboom (Jürgen Mai), Einwinker Jan (Paul Arenkens), Mutter Knesebeck (Evamaria Bath), Verkäufer (Johannes Greiner), Opa Ludwig (Heinz Hupfer), Monika Sander (Angelika Perdelwitz), Oma Susemiehl (Christel Peters), Sabine Eichler (Constanze Roeder), Einwinker Krischen (Ernst-Georg Schwill), Dr. Linde (Heinz Behrens), Angelika Meyer (Marijam Agischewa), Elvira (Anne Kasprik), Pförtner Kröger (Bruno Carstens), Schütz (Gerd Grasse), Wirt (Dietmar Huhn), Bargast (Uwe Karpa), Harry Merten (Jörg Kleinau), Merbitz (Dieter Knust), LPG-Vorsitzender (Karl Kranzkowski), Kraftfahrer (Edgar Külow), Hans Grabe (Otmar Richter), Mitteldorf (Veit Stiller), LPG-Vorsitzender Seefeld (Ulrich Voss), Imker Neumann (Erhard Köster), Feuerwehr-Leiter (Lutz Schneider), LPG-Vorsitzender August (Jürgen Huth), Tankwart (Matthias Freihof), Telegrammbote (Detlef Neuhaus), Zobel (Jörg Pose), Gabel (Peter Reinhardt), Erzieherin (Marina Erdmann), Rita (Valeska Hegewald), Yvonne (Karin Ugowski), Schneider (Peter Prager), Gerda Holz (Solveig Müller), Flugingenieur Harald Förster (Andreas Schmidt-Schaller), Direktor Bastian (Karl Sturm), Urlauber (Helmut Wenzlau), Urlauberin (Ingrid Barkmann), Schulz (Werner Senftleben), Kaiser (Klausjürgen Steinmann), Portier (Hans-Dieter Scheibel) sowie Birgit Schneider, Tadeusz Sniadetzki.

Sendedaten:

05.01.1990 - 16.02.1990 I. PR. Erstausstrahlungen (Details siehe unten bei den einzelnen Folgen)

Inhalt:

1. “Gewitterflug” (Erstausstrahlung: 05.01.1990 I. PR.; WDHL: 06.01.1990 I. PR.)
Auch im Norden der DDR ist der Frühling ins Land gezogen. Für die Flieger vom Agrarflugstützpunkt Langenfeld bedeutet das, dass sie in den kommenden Wochen angestrengt zu arbeiten haben werden, um die Bauern bei der Frühjahrsbestellung optimal zu unterstützen. Aber gerade in dieser Situation wird der Stützpunktleiter Meinecke (Jürgen Zartmann) nach Kynast zur Einsatzleitung der Agrarflieger einbestellt. Dort erhält er die Order, für einige Monate den Staffelleiter der Flieger zu vertreten. Der unerwartete Wechsel bringt für Meinecke einige berufliche und auch private Probleme mit sich. Zu letzterem zählt, dass sich seine Frau Brigitte (Madeleine Lierck) in dieser Zeit ohne ihren Mann um den Bau ihres Hauses kümmern muss.
Doch die Meineckes sind nicht die einzigen “Betroffenen” dieser Entscheidung. Der stellvertretende Staffelleiter der Fliegerstaffel in Kynast, Winfried Oppel (Günter Schubert), ist maßlos enttäuscht, dass anstatt seiner Person nun ein anderer kommissarisch die Leitung dieser Einheit übernehmen wird, zumal ihm Meinecke bis dato unterstellt war. Aus Frust darüber begeht er einen Fehler: nach einer Übung lässt er die Flieger trotz einer Gewitterwarnung nochmals aufsteigen. Unter den Piloten befindet sich auch Wolfgang Meyer (Jens-Uwe Bogadtke), der als Neuer zum Standort Langenfeld befohlen wurde. Nach dem Unwetter wird er samt Maschine vermisst.

2. “Getriebeschäden” (Erstausstrahlung: 12.01.1990 I. PR.; WDHL: 13.01.1990 I. PR.)
Kurt Meinecke war bis zu seiner Abkommandierung nach Kynast nicht nur der Leiter des Standorts Langenfeld, sondern hatte auch aktiv Einsätze geflogen. Nun muss er durch den jungen Flieger Wolfgang Meyer ersetzt werden, was für den LPG-Vorsitzenden Brückner (Joachim Zschocke) mit bösen Vorahnungen verbunden ist. Doch dieser zerschlagen sich alsbald, weil der Neue eine gute Arbeit leistet, und das, obwohl es immer wieder Schäden am Getriebe der Flugzeuge gibt. Was Meyer bedrückt, ist die Trennung von seiner jungen Frau (Marijam Agischewa), die in seiner Heimatstadt Bautzen zurückblieb, während er ins Märkische versetzt wurde. Als er nach einiger Zeit unangekündigt und besuchsweise nach Hause zurückkehrt, erblickt er seine Frau in einer etwas pikanten Situation. So reist er umgehend wieder ab und bringt seinen Kummer mit nach Langenfeld. Die schlechte Gemütssituation beeinflusst leider auch seine Arbeit in der Fliegerstaffel, ihn ereilt letztlich sogar eine Flugsperre.
Trotz dieses Ausfalls eines Piloten fordert Brückner die anderen auf, mehr als die zulässigen Stunden zu fliegen, damit die landwirtschaftlichen Aktivitäten gut vorankommen. Er selbst will das Ganze mit seinem Einsatz zur Beschaffung von Flugbenzin befördern, handelt aber dabei eigenmächtig und beschwört fast eine Katastrophe herauf, zumal es auch immer wieder Pannen mit den Tankwagen gibt.

3. “Kapriolen” (Erstausstrahlung: 19.01.1990 I. PR.; WDHL: 20.01.1990 I. PR.)
Dem Agrarflugstützpunkt Langenfeld werden zwei junge Flieger in spe namens Gabbel (Peter Reinhardt) und Zobel (Jörg Pose) zugeordnet, die ihre Ausbildung an der Fliegerschule absolviert haben und nun unter Leitung von Winfried Oppel als Lehr-Kommandant noch ihr Praktikum hier leisten sollen. Gabbel bringt glänzende Ergebnisse in den theoretischen Abschlüssen mit, er ist selbstsicher und gut aussehend, und es gelingt ihm, sich mit Oppel zu arrangieren. Bei Rita (Valeska Hegewald), der Schönen aus dem Sekretariat, hat er ebenfalls einen schnellen “Erfolg”, doch der jungen Frau wird alsbald klar, dass Gabbel mit ihr nur sein Spiel treibt, denn er wird nicht lange in Langenfeld bleiben, fühlt sich wohl zu “Höherem” berufen. Zobel, der andere Praktikant, ist eher ein zurückhaltender Typ; mit seiner Eigensinnigkeit und Unbeholfenheit hat er bei Oppel schlechte Karten, den Flugschein zu machen, zumal er sich bei einem Arbeitsflug verflogen hatte.
In dieser Zeit wird ein aufgebrachter Imker (Erhard Köster) bei der Flugleitung vorstellig und beschuldigt Gabbel, Insektizide gegen Mücken ausgebracht zu haben, wodurch seine Bienenvölker unter großen Qualen verendet seien. Diese Vorhaben hatte Gabbel in der Gaststätte “Lindenhof” vorab lautstark diskutiert. Wie soll er da seine Unschuld beweisen?


4. “Sturzflug” (Erstausstrahlung: 26.01.1990 I. PR.; WDHL: 27.01.1990 I. PR.)
Thomas Sander (Gert-Hartmut Schreier) gilt als so genannter “Starflieger” der Staffel. Denn neben seinem Beruf als Agrarflieger frönt er dem Motorkunstflug als Hobby. Und so ganz nebenbei hat er auch noch die wohl schönste Frau des Orts (Angelika Perdelwitz) an seiner Seite und besitzt das schönste Haus von Langenfeld. Aber auch solche “Überflieger” sind nur Menschen mit Stärken und Schwächen: Als man eine Flugschau in Kynast veranstaltet, kommt es durch sein Verschulden fast zu einer Katastrophe; beim Abkoppeln eines Segelflugzeugs von seiner Maschine gerät selbige durch einen heftigen Ruck an der klemmenden Schleppleine ins Trudeln, worauf die Maschine in atemberaubendem Tempo nach unten stürzt, und Sander gelingt es erst im letzten Augenblick, das Flugzeug noch abzufangen und ein Unglück zu verhindern. Vom Boden aus betrachtet, konnte man meinen, es wäre ein gewagtes Kunststück gewesen, doch dem war beileibe nicht so. Sander, der selbstsichere und anerkannte Mann, verfällt danach in eine Lebenskrise, womit sein Beruf als Flieger auf dem Spiel steht und seine ganze Persönlichkeit negativ erfasst wird; Fliegen war doch bisher sein Lebensinhalt!
Sander meldet sich zunächst einmal krank, und seine Frau Monika beschwört Staffelleiter Meinecke, sich dafür einzusetzen, dass sich ihr Mann einer Spezialbehandlung unterzieht. Doch ehe er sich darum kümmern kann, wird die Flugstaffel dringend gebraucht, um beim Löschen eines Waldbrandes zu helfen. Ein Kinderheim, in dem Monika arbeitet, ist schon von den Flammen eingeschlossen. Nun wird jeder Flieger gebraucht, um die Löscharbeiten aus der Luft zu unterstützen - ist das auch eine Chance für Sander?

5. “Höhenflug” (Erstausstrahlung: 02.02.1990, I. PR.; WDHL: 03.02.1990 I. PR.)
Der fliegerische Leiter der Staffel, Winfried Oppel, hat zwei Hobbys: das Segeln und die Kakteen. In dieser Hinsicht treffen sich seine Interessen mit denen von Yvonne (Karin Ugowski), die bei dem bisherigen hart gesotten Junggesellen einen Sturm der Gefühle und Empfindungen auslöst. Im Dorf klatscht man schon darüber, denn keiner hätte etwas darauf gegeben, dass sich Oppel einmal so verlieben könnte - nur Mutter Knesebeck (Evamaria Bath), seine Haushälterin, hat das immer gewusst, es muss eben erst die Richtige kommen.
Und wie Oppel nun im Überschwang der Gefühle und des damit verbundenen “Höhenflugs” agiert! Er zeigt halsbrecherische Flugkunststücke, erfindet aber auch Defekte an Maschinen und anstehende Wetterunbilden, um schnell zu seiner geliebten Yvonne, der Modistin und Chefin einer Truppe von Mannequins, zu kommen. Auch Staffelleiter Meinecke bleibt Oppels “Zustand” nicht verborgen; so muss er extra dessen Beförderung verschieben, denn es war vorgesehen, dass Oppel ab sofort auf den Posten rückt, den Meinecke zeitweise übernommen hatte. Für letzteren bedeutet das, noch länger von seiner Familie getrennt zu bleiben.
Änderungen sollten sich ergeben, als Oppel unerwartet für einige Tage zu einem Großeinsatz befohlen wird.

6. “Eine alte Geschichte” (Erstausstrahlung: 09.02.1990 I. PR.; WDHL: 10.02.1990 I. PR.)
Eine alte Dreiecksgeschichte, die vor Jahren für Gesprächsstoff in Langenfeld gesorgt hatte, scheint in negativer Hinsicht wieder aufzuleben. Vor einigen Jahren war der Mechaniker Herbert Holz (Jörg Panknin) mit Gerda Brückner (Solveig Müller), der Tochter des LPG-Vorsitzenden, verlobt gewesen. Doch Harald Förster (Andreas Schmidt-Schaller), ein Flugingenieur, attraktiv und selbstbewusst, hatte seinem Kollegen die Frau ausgespannt. Doch der verließ sie alsbald wieder, als sich ihm die Chance bot, in die Direktion der “Interflug” zu wechseln und somit beruflich aufzusteigen. Gerda fand zu Herbert zurück; beide waren nun schon sieben Jahre verheiratet, und von Harald hatten sie nichts wieder gehört. Nun aber kehrt der Herzensbrecher und Fluginspekteur nach Langenfeld zurück, und Holz reagiert mit solcher Eifersucht, dass es gleich am ersten Abend zu einer Handgreiflichkeit zwischen den beiden Männern kommt.
Trotz dieser “Vorgeschichte” und Warnungen der Mitarbeiter legt Staffelleiter Meinecke fest, dass Holz und Förster für dieselbe Maschine verantwortlich sind. Das Flugzeug mit Förster als Piloten hebt vom Boden ab, aber kurze Zeit später fällt das Triebwerk aus, und Förster hat große Not, die Maschine heil zum Boden zurückzuführen. Es kommt zu einer Notlandung, bei der Förster leicht verletzt wird. Die Unglücksursache ist nicht feststellbar, doch im Dorf munkelt man, dass Holz Förster umbringen wollte. Selbst Gerda lässt sich davon beeinflussen und rückt von ihrem Mann ab. Förster selbst ist davon wenig beeindruckt, er will die Ursache der technischen Fehlleistung ermitteln und besteigt das Flugzeug erneut - dieses Mal aber ist Holz mit an Bord. Und wieder versagt der Motor!

7. “ Luft und Liebe” (Erstausstrahlung: 16.02.1990 I. PR.; WDHL: 17.02.1990 I. PR.).
Die Liebe von Angelika und Wolfgang Meyer befindet sich noch immer nicht wieder im richtigen Fahrwasser. Dabei könnten sie nun die Zeit der Trennung beenden und in Langenfeld die Wohnung der Meineckes beziehen, die nun endlich in ihr Eigenheim wechseln können. Aber die junge Frau ist damit nicht einverstanden und fordert ihren Mann sogar auf, das Fliegen aufzugeben - quasi als Voraussetzung für ein weiteres gemeinsames Zusammenleben. Diesem seelischen Druck ist Meyer nicht mehr gewachsen …
Karl Grundmann (Achim Petry) steht kurz davor, seinen Posten in der Staffelleitung wieder einzunehmen, so dass auch für Kurt Meinecke der Weg offen sein müsste, von Kynast nach Langenfeld zurückzukehren. Diese Mitteilung kommt zur rechten Zeit, so dass Meinecke zur Einweihungsfeier des Hauses vor Ort sein kann - keine Frage, hier kann die Familie nun endlich sesshaft werden. Allerdings teilt ihm am späten Abend dieses Tags Grundmann mit, dass man Meinecke doch in der Chefetage in Kynast halten wolle, weil er maßgeblich daran beteiligt werden soll, neue und leistungsstarke Flugzeuge zu testen, die später als Agrarflugzeuge eingesetzt werden sollen. So steht Meinecke vor einer schweren Entscheidung, die seinen weiteren Lebensweg so oder so prägen wird.
Anmerkung: In einigen Quellen im Internet, die sich mit dieser Serie befassen, wird für den Teil 7 der Titel “Testflug” anstatt “Luft und Liebe” genannt.

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