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UNSICHTBARE VISIER, DAS - TEILE 1 - 3 (1973)

Ein Film des Fernsehens der DDR in drei Teilen von Herbert Schauer und Otto Bonhoff

Autoren: Herbert Schauer/Otto Bonhoff
Dramaturgie: Ottomar Lang
Szenenbild: Erich Krüllke
Kostüme: Joachim Dittrich
Kamera: Peter Brand
Musik: Walter Kubiczek
Drehbuch und Regie: Peter Hagen

Personen und ihre Darsteller:

Werner Bredebusch alias Achim Detjen (Armin Mueller-Stahl), Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (Albert Hetterle/Günter Grabbert/Giso Weißbach), Silke Breuer (Annekathrin Bürger), Uta (Micaela Kreißler), Kaiser, BND-Mitarbeiter (Thomas Langhoff), Born, ehemaliger SS-Offizier (Wolfgang Greese), Oberst Krösing (Wilfried Ortmann), Charles André, französischer Journalist (Jörg Panknin), Carmela Morela (Milena Zahrynowska), Lauterbach (Berthold Schulze), Capitaine Renard (Christoph Beyertt), Lachmann (Werner Dissel), Frau Krüger (Lisa Macheiner), Tanzpaar (Barbara Pfundheller/Peter Steinbach), Winnie Winkelmann (Jessy Rameik), Pedro (Pedro Hebenstreit), General Albrecht (Hans Hardt-Hardtloff), Oberst Riedel (Helmut Schreiber), Kutzner (Willi Schrade); Wilson, CIA-Agent (Walter Niklaus), Dtejens Mutter (Helga Göring), General von Wieseneck (Alfred Struwe), Korvettenkapitän Wendland (Helmut Schellhardt), Kammgruber (Adolf-Peter Hoffmann), Greiner (Werner Toelcke), Heintze (Christoph Engel), Renate Krösing (Helga Sasse), Delmenhorst (Günter Wolf), Major Braunbach (Siegfried Loyda), Hausmeister (Werner Möhring), Unterleutnant Sossojewa (Ludmilla Rasumowa), Frau Rademacher (Maria Rouvel), Schreiner (Gerd Staiger), Schröder (Christian Stövesand), Bergführer (Mario Turra), Reichert (Klaus Gehrke), Hansch (Horst Papke), Zimmerwirtin (Christa Pasemann), General Moosheimer (Gerhard Rachold), Lopez (Wolfgang Schulze), Fuentes (Ovanes Zovikian), Fremdenführer (Paul Arenkens), Heizer (Hans Klering), Leutnant Lacourd (Eckhard Bilz), Captain Jones (Joachim Pape), Major Green (Erich Breese), Sekretärin Gisela (Karin Beewen), Heimkehrer (Manfred Ott), sowjetischer Major (Wiktor S. Remanienko), sowjetischer Hauptmann (Anatoli A. Kisseljow), sowjetischer Oberleutnant (Nikolai I. Skorow), sowjetischer Leutnant (Wladimir I. Rogosan), General Stadlinger (Edgar Külow), General Eismann (Günter Ringe), Fischer (Richard Schrader), Kaminski (Klaus Ronay), Prälat Böttinger (Victor Keune), Frau Krösing (Gisela Bestehorn), Major Hottenroth (Detlef Witte), Striptease-Tänzerin (Czeslawa Telik/”Joko”), zwei Heimkehrer (Michael Gerber/Fred Puls), sowjetischer Offizier (Jurij Kramer), Stenografen (Volker Hachmeister/Heinz Glaesel), Laborant (Dirk Jungnickel), Graf von Schwerin (Hans-Joachim Blochwitz), General Gentz (Benno Schramm), Brandenburger (Werner Wieland), Mehlmann (Karel Enzmann), Schnitter (Harald Engelmann), Hausdiener (Albert Zahn), Empfangschef (Ernst Heise), Postbeamter (Joseph Schorn), Tietze (Lothar Schellhorn), Gaucho (Peter Pieper), Ravin (Eckhard Becker), Gast bei Krösing (Monika Apelt), Dame im Fotoladen (Trude Brentina), Zimmermädchen (Monika Bielenstein), zwei Schläger (Burkhard Brandt/Willi Neuenhahn), Gäste in der Bar (Holger Eckert/WillySchmitz/Kurt Schmengler/Alfred Steinbrenner/Walter Wystemp), Musiker in der Bar (Klaus Hille/Siegfried Krause/ Siegfried Möhle/Zvetan Petrow/Wolfgang Winkler(Klaus Koch), Eisenbahner (Klaus Ebeling), Gast bei Krösing (Hans Feldner), amerikanischer Militärpolizist (Manfred illig), Taxi-Girl (Claudia Kutzera), drei amerikanische Militärpolizisten (Klaus-Jürgen Merkel/Kurt Schumacher/Frank Richter), Barkeeper (Dieter Seidel), Bar-Kellner (Horst Schäfer), Serviererin (Carmen Steinert), Adjutant (Peter Seeburg), Kuriere (Ernst Rollin/Wolfgang Jahn), Debler (Herbert Kunkel), drei Offiziere (Hans-Georg Thürk/Rudolf Woschick/Jochen Diestelmann), Barkeeper in Miosotes (Peter Hladik), Empfangschef (Kurt Ansin), Taxi-Girl (Katja Sieber), Rudergänger (Rolf Tögel), vier Damen (Angelika Kube/Monika Tietz/Monika Matzke/Hannelore Appe), Taxi-Girl (Sabine Fritzsche), Gaucho (Gerd Zimmermann), Bodmer (Wolfram Handel), Ordonanzen (Herbert Schauer/Otto Bonhoff), Tabakverkäufer (Otto-Erich Edenharter), Gäste in Miosotes (Gianina Gilge/Emmi Thomassen/Ursula Virgens/ Liane Kanitz/Ingeborg Burow/Heide Neies/Inka Unverzagt/Wolfgang Kahlow-Burow), Organist/Wasserschloss (Klaus Guericke), zwei Boys (Hartmut Lehnert/ Michael Teichmann), Ordonanz/Wasserschloss (Gerhard Brieger), zwei Gauchos (Wilfried Zander/Jürgen Hölzel), Musiker in Miosotes (Ottokarl Beck/Lothar Hanpe/Wolfgang Kynast(Lothar Lehmann/Günter Ospalek/Johannes Opsalek/Harald Winkel).

Sendedaten:

Teil 1: “Der römische Weg”; 23.12.1973 I. PR. Erstausstrahlung; 24.12.1973 I. PR. WDHL; 26.01.1975 II. PR. WDHL; 12.09.1989 II. PR. WDHL.
Teil 2: “Das Nest im Urwald”; 25.12.1973 I. PR. Erstausstrahlung; 27.12.1973 I. PR. WDHL; 28.01.1975 II. PR. WDHL; 14.09.1989 II. PR. WDHL.
Teil 3: “Das Wasserschloss”; 26.12.1973 I. PR. Erstausstrahlung; 28.12.1973 I. PR. WDHL; 31.01.1975 II. PR. WDHL; 16.09.1989 II. PR. WDHL.

Inhalt:

“Das unsichtbare Visier” war eine mehrteilige Fernsehfilmserie, die in den Jahren 1973 bis 1979 in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit produziert wurde. Immer wieder war es eine Mischung aus Abenteuer- und Spionageserie, oftmals mit attraktiven Landschaftsbildern oder Silhouetten westlicher Städte kombiniert. Dazu wurde ein filmischer Sympathieträger mit dem populären Armin Mueller-Stahl in den Fokus der Ereignisse gerückt, und die zugehörige Musik von Walter Kubiczek, angelehnt an den westlichen Disco-Sound der 70er Jahre, trug zum Schau- und Hörwert der Streifen bei. Trotzdem: letztlich waren diese einzelnen TV-Produktionen innerhalb des “Unsichtbaren Visiers” nicht schlechthin Unterhaltungsfilme, sondern politisch motivierte Arbeiten, die zum einen das Image des DDR-Geheimdienstes bei der Bevölkerung verbessern sollte, zum anderen war es eine gute Gelegenheit, anhand der Erfolge der Stasi-Mitarbeiter und des ständigen Versagens der Leute westlicher Geheimdienste die Überlegenheit des Sozialismus über den Kapitalismus zu dokumentieren. Westdeutschland bzw. die BRD wurden in der Hinsicht als generell korruptes, Menschen verachtendes und nur am Profit orientiertes System offeriert, das zudem durch und durch von Alt-Nazis durchdrungen war.
Der Hauptheld Bredebusch alias Detjen ist insofern ein Agent des Friedens, der sich hervorragend auf dem internationalen und damit auch westdeutschen Parkett bewegt. Er kann aber auch der hemdsärmelige Kumpel sein, der die Gesellschaft einfacher Menschen braucht und genießt.
Die DDR selbst kommt in den einzelnen Filmen kaum vor, allerdings vordergründig die MfS-Leute, die sich in jeder Situation und an jedem Ort des Westens bei der Realisierung ihrer Aufträge durchsetzen und anscheinend unbesiegbar sind, weil sie für die Sache des überlegenen Gesellschaftssystems stehen.

1. “Der römische Weg”
In dieser ersten Episode von 1973 wird geschildert, wie Werner Bredebusch (Armin Mueller-Stahl) als Mitarbeiter des Geheimdienstes der DDR (MfS) gewonnen wird. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs war Bredebusch Transportflieger in der faschistischen Armee. Weil er des sinnlosen Mordens, das von den Nazis angezettelt worden war, überdrüssig war und seinen Teil zur Beendigung dessen erbringen wollte, lief er zu den sowjetischen Truppen über. Er beteiligte sich dann aktiv an Propagandaaktionen der Sowjets, um die deutschen Soldaten und Offiziere von der Aussichtslosigkeit ihrer Aufträge zu überzeugen und weiteres Völkermorden zu verhindern.
1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit gegründet, und Bredebusch wurde als einer der ersten für den Dienst in dieser Geheimorganisation rekrutiert. Sein Auftrag lautet: er soll die Identität eines gefallenen Wehrmachtsoffiziers annehmen; dabei handelt es sich um den Jagdflieger Oberleutnant Achim Detjen aus Hamburg. Hierzu kreieren die Genossen der Stasi die Legende, dass er überlebt habe und eine Zeitlang in einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager interniert gewesen sei. Man befördert ihn in einem Zug, der andere Kriegsheimkehrer nach Westdeutschland bringt, in die BRD, wo er nun als Detjen für die Stasi spionieren kann.
Hier orientiert er sich auf eine Geheimorganisation, die Kriegsverbrecher und andere Nationalsozialisten aufnimmt. Die “alten Kameraden” werden hier entsprechend abgeschirmt und darauf vorbereitet, in der westdeutschen Politik und Wirtschaft entsprechende Posten zu besetzen, um so im Interesse ihrer unveränderten politischen Gesinnung Einfluss zu gewinnen. Die Organisation “hilft” Detjen aus einer gefährlichen Situation: der hatte sich während des Kriegs in Frankreich an verbrecherischen Aktionen beteiligt, für die er nun dort zur Rechenschaft gezogen werden sollte. Die “Kameraden” der Organisation können Detjen vor dem Zugriff der Franzosen bewahren; er kann zunächst nach Italien ausreisen, und mit Hilfe derer gelangt er schließlich nach Argentinien, wo er schnell das Vertrauen eines ehemaligen Geschwaderchefs, Oberst Krösing (Wilfried Ortmann), gewinnt.

2. “Das Nest im Urwald”
Detjen ist in einem Urwaldgebiet Südamerikas bei einer Gruppe von ehemaligen Nationalsozialisten untergetaucht. Hier sammelt er zahlreiche Informationen, welche Pläne diese Leute schmieden, um in der vor ihnen stehenden Zeit aktiv in den Aufbau einer neuen deutschen Armee, der Bundeswehr, einzugreifen. Der französische Journalist Charles André (Jörg Panknin) ist diesen “Wölfen” auf der Spur, weil viele Franzosen in Anbetracht des großen Leids, das die deutschen Faschisten der französischen Bevölkerung während der Besatzungszeit zugefügt hatten, äußerst skeptisch sind, wenn die Deutschen sich wieder bewaffnen und möglicherweise die alten Nazioffiziere erneut das Sagen haben. Detjen wird befohlen, sich dieses feindlichen Subjekts anzunehmen und dessen Erkundungsversuche zu unterbinden. Der MfS-Mann schlägt sich aber auf die Seite des Franzosen und warnt ihn vor einer Falle, die ihn die “Kameraden” stellen wollen. André vertraut Detjen, und letzterer übergibt dem Journalisten weitere Materialien, die die Aktivitäten der Altfaschisten entlarven. Natürlich vereinbaren André und Detjen, dass der Franzose die Quelle seiner Informationen nicht preisgeben darf. Doch für André endet die Sache tragisch: er gerät in die Fänge eines Schlägertrupps der “Wölfe”, die den Mann so lange traktieren, bis er tot ist.

3. “Das Wasserschloss”
Man schreibt das Jahr 1951. Detjen und Krösing kehren von Argentinien aus nach Westdeutschland zurück. Hier finden beide eine Anstellung im so genannten “Amt Blank”, der Vorgängerorganisation des Bundesministeriums für Verteidigung. Krösing hat die angenehme Aufgabe, Detjen in die von Altnazis durchsetzte BRD-Gesellschaft einzuführen, was für den MfS-Mann aber den Vorteil hat, mit Schlüsselfiguren dieser Gesellschaft in Kontakt zu treten und seinen wirklichen Auftraggebern im Osten entsprechende Informationen zu liefern.
Damit die von Detjen gesammelten Informationen auch sicher bei den Organen in der DDR ankommen, gibt es im Umfeld von Detjen zwei Personen, die ihn dabei intensiv unterstützen. Dies ist zum einen die Fotografin Winni Winkelmann (Jessy Rameik), zum anderen der Korvettenkapitän Wendland (Helmut Schellhardt).
Eine spezielle Aufgabe Detjens als Mann des MfS besteht nun darin, ein geheimes Treffen auf einem Wasserschloss auszuspionieren; hier sollen die Grundzüge der Aufrüstung Westdeutschlands diskutiert und entsprechende Empfehlungen verabschiedet werden. Detjen gelingt es, Kopien der Sitzungsprotokolle zu erlangen. Nachdem diese in Ostberlin beim MfS einer Auswertung unterzogen wurden, verkündet der in der DDR ansässige Deutschlandsender im August 1951, welche konkreten Aufrüstungspläne es im Westen Deutschlands gibt. Das alles geschieht natürlich sehr zum Missfallen der Militärs und Politiker im Westen.

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