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ICH BITTE UMS WORT (1974)

Ein Spielfilm aus der UdSSR

PRODUKTION: Lenfilm, 1974
DREHBUCH und REGIE: GLEB PANFILOW
KAMERA: Alexandr Antipenko
SCHNITT: Maria Amosowa
AUSSTATTUNG: Wladislaw Orlow - M. Krakowskij
KOATÜME: N. Dobrowa
MASKEN: Olga Smirnowa
MUSIK: Wadim Bibergan

Personen und ihre Darsteller:

Inna Tschurikowa (Jelisaweta Uwarowa) - Nikolai Gubenko (Sergej Uwarow) - Witali Shabowski (Jura) - Katja Wolkowa (Lena) - Wassili Schukschin (Fedja, der Dramatiker) - Leonid Bronewoi (Altuchow) - Dimitri Bessonow (Spartak Iwanowitsch) - Nikolai Sergejew (Buschujew) - Aleksandra Ochilina (Buscujewa) - u.a.

Sendedaten:

04.03.1976 II. PR. Erstausstrahlung (in russischer Sprache, mit Untertiteln);
07.11.1976 I. PR. Erstausstrahlung (in deutscher Sprache, innerhalb des V. Festivals des sowjetischen Kino- und Fernsehfilms in der DDR);
08.11 1976 I. PR. Wiederholung (am Vormittag)

Inhalt:

„Ich bitte ums Wort” ist der dritte Film, den der sowjetische Regisseur Gleb Panfilow mit Inna Tschurikowa in der Hauptrolle drehte. Nach der fast noch kindlichen, sich aufopfernden Sanitäterin und Malerin Tanja Tjotkina in „Durchs Feuer führt keine Furt” und der vom Glück nicht gerade begünstigten gutmütig-naiven Weberin Pascha Stroganowa in „Hauptrolle für eine Unbekannte‘ spielt diese großartige sensible Menschendarstellerin nun eine reife Frau, Jelisaweta Uwarowa: verheiratet, Mutter zweier Kinder, Vorsitzende des Stadtsowjets, also Bürgermeisterin von Slatograd, einer Stadt mittlerer Größe.
Vor den Augen der Zuschauer entsteht — Anteilnahme, Kritik, Zustimmung, ja Zuneigung fordernd — eine Frauengestalt, schlicht und vielschichtig zugleich, ein Charakter, naiv und klug, impulsiv und hartnäckig, konsequent bis zur Sturheit und großzügig, ein Mensch, selbstbewusst im Amt, bescheiden in den persönlichen Ansprüchen, in die Zukunft träumend, aber geduldig den täglichen Kleinkram bewältigend.
Obwohl der Film, mit der Methode von Rückblenden, auch ein Stück Vergangenheit der Uwarowa erzählt, ist sein eigentliches Anliegen, nicht die Lebenschronik der Frau aufzuzeichnen, sondern diesen Charakter eingehend und objektiv zu erforschen, „denn“ — Zitat Regisseur — „ein echter Charakter ist ja ein Spiegel des Milieus, des Lebens und der Zeit‘. Die mit diesen Worten angedeutete Verquickung von individuellem Sein — Naturell, Temperament,
Intellekt, Neigung — und gesellschaftlicher Realität widerspiegelt der Film in einem Mosaik unterschiedlicher Situationen, in die die Uwarowa gestellt ist. Nichts bleibt dabei bloße „Aktion‘‘, alles dient dem Menschen, bringt uns diese Jelisaweta Uwarowa ein Stück näher. Widersprüche sind keineswegs ausgespart, und nicht auf jede Frage findet die Heldin eine Antwort.
Nicht alle Blütenträume reifen, aber der Zuschauer möchte und darf mit der Bürgermeisterin hoffen, dass ihr Traum sich erfüllen wird: die Brücke über den Fluss, bestimmend für das Wachsen und Gedeihen ‚ihrer‘ Stadt.
Wenn die Uwarowa mit einem Zentimetermaß die Pfeiler der Krimbrücke in Moskau misst — als Modell für die Brücke in Slatograd — dann ist das komisch und rührend zugleich. Was für eine Frau! Sie weint vor Glück, als ihr das Amt der Bürgermeisterin übertragen wird, doch den abgrundtiefen Schmerz über den Unfalltod ihres Sohnes Jura erträgt sie stumm-tränenlos. Viele Details könnte man anführen, aber um einen wirklichen Eindruck von diesem Film zu vermitteln, braucht man nicht Worte, da braucht man sie, die Schauspielerin Inna Tschurikowa, deren Persönlichkeit diesen Film prägt.

Sonstiges:

Originaltitel: Proschu slowa
Weitere Informationen:
ICH BITTE UMS WORT: DDR-Kinostart: 01.09.1978 - Länge: 142 Minuten - deutschsprachige Fassung: DEFA-Studio für Synchronisation mit den Sprechern:
Renate Reinecke - Jochen Kretschmer - Thomas Stecher - Steffi Kühnert - Ulrich Thein - Bert Brunn - Peter Kühle - Robert Trösch - Marga Legal - u.a. Der großartige DDR-Schauspieler Ulrich Thein - hier in einer seiner wenigen Synchronarbeiten für einen großartigen russischen Schauspieler und Regisseur - Wassili Schukschin. Der Film entstand 1974, die russische Uraufführung fand erst im Jahre 1976 statt.
Quelle der Informationen und des Fotos in diesem Dokumentationsblatt: Archiv Torsten Zander

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