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KUPFERTURM, DER (1970)

Ein Film-Melodram aus der ČSSR in der Regie von Martin Hollý

Produktionsfirma: Studio Hraných Filmov Bratislava (Filmstudio Bratislava-Koliba), 1970
Szenarium und literarische Vorlage: Ivan Bukovčan
Dramaturgie: Jozef A. Tallo
Szenenbild: Jiří Červík
Kostüme: Otília Hentzová
Kamera: Karol Krška / Benedikt Krivošik / Jan Kváča
Musik: Zdeněk Liška
Schnitt: Maximilián Remen
Produktionsleitung: František Dostál / Igor Fabry
Regie-Assistenz: Zoro Záhon
Regie: Martin Hollý

Personen und ihre Darsteller:

Jožo Belej, genannt Pirin (Štefan Kvietik), Saška (Emilia Vášáryová), Vater Jamnický (Ivan Rajniak), Starc / „R“ (Ivan Mistrík), Arzt (Michal Dočolomanský), Fero Pardek (Vlado Müller), Lasik (Slavo Drozd), eine polnische Touristin (Alena Skokanová), Matuš Sobek, genannt Prašivec (Július Vašek), Professorin (Viera Strnisková), Bardame (Katarina Tóthová), Touristen (Ernest Kostelnik / Gizela Veclová), Nonnen ( Terézia Kronerová / Žofia Kralová / Otília Hentzová) und andere

Sendedaten:

17.05.1974 I. PR. Erstausstrahlung (im Spätprogramm); Wiederholungen: 20.05.1974 I. PR. (am Vormittag), 15.05.1976 II. PR. (im Vorabendprogramm), 23.01.1979 II. PR. (im Vorabendprogramm), 12.01.1985 II. PR. (am Nachmittag), 12.03.1988 II. PR. (am Nachmittag)

Inhalt:

Zur Zeit der Normalisierung kam das Drama von Regisseur Martin Hollý  Der Kupferturm in die Kinos, das heute zu den Kultwerken der slowakischen Kinematographie gehört. Die Handlung des Films spielt in der Hohen Tatra, die eine Politisierung erfolgreich vermeidet. In der Atmosphäre unberührter Natur treten Liebe und Freundschaft in den Vordergrund, als das unzertrennliche Trio von Freunden aus dem Verlorenen Tal – Pirin (Štefan Kvietik), Valéra (Ivan Rajniak) und Starc (Ivan Mistrík) – von der Ankunft von tödlich getroffen werden Schülerin Saška (Emília Vášáryová). Die gefährliche und majestätische Umgebung der großen Berge harmoniert perfekt mit der traurigen und tragischen Geschichte der Hauptfiguren. „ Jetzt wissen wir, was wir damals nicht wussten: dass ein Mensch vor Menschen in die Berge rennen kann, aber nicht vor sich selbst“, ist am Ende des Films zu hören.
Der Drehbuchautor Ivan Bukovčan ließ sich von der Geschichte eines Häuslers aus Rysov und seines guten Freundes inspirieren. Die Dreharbeiten  zum Kupferturm  dauerten vierzehn Monate (vom 2. Oktober 1968 bis zum 5. Dezember 1969). Bei der 21. Ausgabe des Arbeiterfilmfestivals 1970 gewann der Film den Sonderpreis für Regisseur Martin Hollé und seine Crew. Der Film konnte zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung in den heimischen Kinos mehr als 430.000 Zuschauer anziehen. „ Es war ein Versuch, der Realität des Lebens zu entfliehen. Ich habe versucht, das Szenario von Bukovčan noch weiter zu verschieben, sodass eine nostalgische Atmosphäre für etwas Schönes, Flüchtiges und Unumkehrbares entsteht“,  erinnert sich Martin Hollý. (Quelle: filmsk.sk, Auszug aus einem Artikel von Barbora Gvozdjáková)

Ein zeitloser Film über drei Freunde, die friedlich in einer kleinen Berghütte auf dem Kamm der Hohen Tatra leben, auf die die slowakische Kinematographie zu Recht stolz sein kann. Kein anderer Film bezaubert so sehr, nicht nur mit einer eher bescheidenen Geschichte, die ein gewisses abenteuerlich-romantisches Motiv im Kern hat, im Einklang mit den Bergen, die zudem durch eine wunderschöne Kulisse hervorgehoben werden, noch dazu phantasievoll eingefangen durch einen Weitwinkel Kamera. Ein Thema mit klassischer, rein menschlicher Vorlage, in dem das friedliche Leben von Freunden durch die Ankunft einer Frau gestört wird, kann in gewisser Weise vorhersehbar sein, aber das ändert nichts. Das kriminelle Motiv am Ende ist nur ein Add-On, das gar nicht da sein sollte, aber andererseits, warum nicht. Es passt zur Umgebung. Das Bild wurde in den frühen siebziger Jahren aufgenommen, aber es scheint, als wäre es gestern gewesen. Es ist also zeitlos und immer noch aktuell. Welcher andere Film kann sich damit rühmen. An den Regisseur Martin Hollý Jr.: ein filmisches Meisterwerk, auf das die Slowaken zu Recht stolz sein können. (Quelle: fdb.cz, ein Beitrag von martin stusak 9)

Sonstiges:

Originaltitel: Medená veža
DER KUPFERTURM: DDR-Kinostart: 24.09.1971; Länge: 84 Minuten (lt. filmdienst.de und Ausstrahlungen im DDR-TV); deutschsprachige Fassung: DEFA-Studio für Synchronisation mit den Sprechern: Gerhard Paul, Ursula Genhorn, Wolfgang Pampel, Dietmar Richter-Reinick) und andere
Foto: Archiv Reiner Müller

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